Homepage Rainer W. Ernst
Architekt BDA DWB Berlin

Berlin
Mommsenstra§e 6
D-10629 Berlin
Tel.: +49 (0)30. 88 70 28 00

Kiel
PrŠsident Muthesius Kunsthochschule
Lorentzdamm 6Ð8
D-24103 Kiel
Tel: +49 (0)431. 51 98-401

Webseite
Gestaltung & Produktion
Barbara Junge

b.junge[at]milchhof.net
milchhof : atelier

 

 

Biographischer Überblick / Foto 1




Biographischer Überblick / Foto 2




Biographischer Überblick / Biographischer Überblick

Stand April 2005 geb. 1943 in Berlin 1963 Abitur, Ev. Gymnasium zum Grauen Kloster Berlin 1963-1968 Studium der Architektur an der TH Stuttgart, studentische Hilfskraft am Institut von Prof. Frei Otto für das Projekt Deutscher Pavillon in Montreal 1969-1975 Assistent an der Abteilung Raumplanung, Universität Dortmund, Lehrstuhlfür Ökonometrie (Mitglied der AG KOP, interdisziplinäre Forschungs- und Lehrgruppe "Kommunale Planung") 1971-1973 Beurlaubt für eine Tätigkeit als Stadtplaner und Architekt in einem Projekt der Technischen Zusammenarbeit in Porto Alegre/Brasilien zum Aufbau einer Regionalplanungsbehörde 1973-1978 Mitglied im Arbeitskreis Stadtentwicklung des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit) und der DSE (Deutsche Stiftung für Internationale Entwicklung) 1975-1993 Hochschullehrer (o. Professor C4) für Stadtplanung und Kommunale Entwicklung am Fachbereich Architektur der Hochschule der Künste Berlin (von 76 - 84 Aufbau des Schwerpunktes Bau- und Stadtentwicklung in anderenKulturen). 1975-1979 Architekturbüro mit Prof. K. H. Ernst 1981-1982 Sprecher des Fachbereichs Architektur an der HdK. 1982-1985 1. Vizepräsident der Hochschule der Künste Berlin. 1982-1994 Mitglied des Vorstandes des Deutschen Werkbundes Berlin. 1988-1994 1. Vorsitzender des Deutschen Werkbundes Berlin. 1986-1993 Mitglied des Aufsichtsrates von S.T.E.R.N., Gesellschaft für Stadterneuerung des Landes Berlin. 1988-1998 Mit Prof. L. Thürmer Gründung und Leitung des Habitat Forum Berlin (gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung menschengerechten Wohnens) 1994-1998 alleiniger Gesellschafter und Leitung zusammen mit Dr. G. Nest. 1998 Übergabe der Gesellschaft an Dr. G. Nest 1990-1991 Gastvertretung der Professur für Städtebau an der Technischen Universität Berlin 1990-1993 Mit B. Multhaup gemeinsames Büro für Architektur und Planung. seit 1994 Eigenes Architekturbüro in Berlin. 1992 Gründungsmitglied des Fördervereins Museumspark Baustoffindustrie Rüdersdorf, Mitglied des Vorstands, 1993 erhielt der Verein für das Konzeptund die Realisation den Deutschen Preis für Denkmalschutz. seit 1993 Hochschullehrer für Städtebau und Entwerfen an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. 1994-1996 Prorektor der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. 1996-2004 Rektor der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. 1997-2004 Mitglied im Rat für die Künste Berlin 1999-2001 1. Vorsitzender des BDA (Bund Deutscher Architekten) Berlin 2002-2004 Gründungsmitglied der Kunsthochschule ADBB (Arte e Design Berlim Bahia) inSalvador/Bahia 2003-2004 Berater der Stadt Salvador bei der Rückgewinnung des historischen Hafengeländes für das historische Stadtzentrum 2004 Berater der Nordeuropäischen Akademie für Kunst und Architektur Schwerin zurVorbereitung und Akkreditierung von postgradualen Studiengängen 2005-2008 Vorsitzender des BAK (Beratunsausschuss für Kunst des Landes Berlin) 2007-2008 Gründung und Leitung des postgradualen Masterstudiengangs Raumstrategien seit 1.4.2008 Präsident der Muthesius Kunsthoschschule Kiel Eingetragen in die Architektenliste Berlin mit der Nr. 02689 Verheiratet mit der Theaterregisseurin Ingrid L. Ernst, zwei erwachsene Kinder, englische und portugiesische Sprache fließend


Biographischer Überblick / Aktuelle Aktivitäten

Hochschullehrer bis 31.3.2008 Universitätsprofessor für Architektur und Städtebau an der Kunsthochschule Berlin Weissensee (KHB) Leitung des interdisziplinären postgradualen Master-Studiengangs Raumstrategien Durchführung von fachgebietsübergreifenden Seminaren und Workshops zu dem Themenbereich Kunst im öffentlichen Raum, Projektberatung in verschiedenen Fachgebieten Seit 1.4.08 Präsident der Muthesius Kunsthochschule Kiel Inhaber Architekturbüro Prof. Ernst Beratung der Regierung der kapverdischen Republik bei der touristischen Entwicklung Zusammen mit Büro Schmieder&Dau (Kiel) Entwurf für den neuen Campus der Muthesius Kunsthochschule Kiel Mitglied des Beirats experimentcity des Instituts für nachhaltige Stadtentwicklung id22 Mitglied Architektenkammer BDA Berlin DWB Berlin Sachverständigenbüro Dr.Saraie&Kollegen (www.@bsm-sv.com) Berliner Tiegel (Interdisziplinärer Salon) Diverse Gutachter- und Preisrichtertätigleiten


Veröffentlichungen / Stadt in Afrika, Asien und Lateinamerika

"Stadt in Afrika, Asien und Lateinamerika", Rainer W. Ernst (Hrsg.), Berlin 1984 Redaktion: Rainer W. Ernst, Wolf-Rüdiger Gericke, Ursel Kroog-Hrubes Das Buch ist anlässlich der Ausstellung "Andernorts - Aspekte städtischen Wohnens In Afrika, Asien und Lateinamerika" zum Berichtsjahr 1984 der IBA Berlin 1987 entstanden. Mit dem Buch sollte vor allem ein kulturanthropologischer Blick auf außereuropäische Wohnstrukturen gefällt werden als Ergänzung zu den in dieser Zeit üblichen Betrachtung der Armut und Wohnungsnot in der so genannten Dritten Welt. Dabei wurde gleichzeitig der Blick selber aus Europa heraus exemplarisch reflektiert. Das Buch enthält folgende Kapitel: Einleitung, Rainer W. Ernst Deutsche Ansichten orientalischer Städte, Annegret Nippa Die Urbanisierungsform Metropole am Beispiel Bangkok, Kairo und Mexiko-Stadt, William Rauch Aleppo: Tradition und Gegenwart einer urbanen Gesellschaft, Gennaro Ghirardelli und Annegret Nippa Greater Banjul Area: Urbane Formen - traditionelle Beziehungen, Karlheinz Seibert und Ursula Tripp-Seibert Salvador: Historische Größe - schmerzliche Erneuerung, Johannes Augel und Moema Parente Augel Surabaya: The Cityis not a tree, Bernd Multhaup und Surjadi Santoso Die Schaulust an der exotischen Architektur, Jan Pieper Orientalisierende Architektur in Deutschland,Annegret Nippa


Veröffentlichungen / Living in Cities

"Living in Cities", Five comparative and interdisciplinary case studies about living in innercities, Herausgegeben vom Habitat Forum Berlin unter der Leitung von Rainer W. Ernst, Berlin 1990; Als englischsprachiger Katalog erstellt für die Wanderausstellung Living in Cities und Viver na Cidade, die in über 40 Goethe Instituten weltweit gezeigt wurde. An fünf Beispielen (Aleppo, Quartier Al-Jallum; Greater Banjul Area, Quartier Bakau; Berlin, Quartier Luisenstadt; Salvador, Quartiere Pelourinho und Santo Antônio; Surabaya, Kampung Pandegiling) wurde die unterschiedliche Entwicklungsgeschichte der jeweiligen Stadt und des ausgewählten Quartiers sowie die jeweiligen Hausformen und Quartiersbegriffe im Konflikt mit den allgemeinen Modernisierungskonzepten dargestellt und die Unterschiede herausgearbeitet.


Veröffentlichungen / Arbeiten und Wohnen in städtischen Quartieren

"Arbeiten und Wohnen in Städtischen Quartieren" Zum Verständnis der Stadt im interkulturellen Vergleich; Rainer W. Ernst, Renate Borst, Stefan Krätke und Günter Nest (Hrsg.), Stadtforschung aktuell Band 42, Basel, Boston, Berlin 1993; Dieses Buch behandelt die Zusammenhänge von Arbeiten und Wohnen in innerstädtischen Quartieren unterschiedlicher Länder und Kulturen. Globale Parallelitäten und Differenzen städtischer Arbeitsverhältnisse sollen deutlich gemacht werden. Deshalb steht die Doppelfunktion von Quartieren als Wohn- und Arbeitsort und die Erhaltung, Stützung und Förderung dieser Mischung im Mittelpunkt der Beiträge des Buches.


Veröffentlichungen / Perspektiven durch Verbindungen

Perspektiven durch Verbindungen - Neue Aufgaben für die Stadtplanung in Berlin (Ost und West) 1990, eine Dokumentation herausgegeben von R.W.Ernst und B. Multhaup, Berlin 1990; Berlin als Ganzes sich vorzustellen und die Hypothese, dass diese Herausforderung neu Wege für eine dialogorientierte Stadtentwicklungsplanung, für eine neue Planungskultur erforderte, veranlasste die Herausgeber mit einer Ost-West-gemischten Arbeitsgruppe mit der Beratung von E.Feddersen, A.Felz, U.Kohlbrenner, H.Kossel, L.Krause, C.Tschepe, C.Zillich und H. Zimmermann eine Übersicht über die neuen Aufgaben zusammenzustellen und in der Dokumentation und einer entsprechenden Ausstellung in der Galerie des DWB und bei der damaligen Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen zu veröffentlichen. Diese Arbeit war eine der Grundlage für die Initiative dem späteren Stadtenwicklungssenator Hassemer zu der Etablierung des Stadtforums zu raten.


Veröffentlichungen / Stadt Raum Strategie

Stadt Raum Strategie, R.W.Ernst, Berlin 2006 Eine strukturierte Sammlung aus Vorlesungen, Studienprojekten, Gutachten, eigenen Projekten, Beobachtungen, Vorträgen, Gedanken, etc. zu den Themen: Lektionen aus der Stadtbaugeschichte, Wirklichkeiten und Entdeckungen, Denken und Handeln. Eine Art Leitfaden zur Erarbeitung von stadträumlichen Strategien.


Veröffentlichungen / Gesamtverzeichnis

Gesamtverzeichnis der Veröffentlichungen Stand 11/2007 (Buchbeiträge, Aufsätze, zugängliche Gutachten, Ausstellungen, etc., zeitlich geordnet) 1967 "Entwicklungstendenzen im amerikanischen Wohnungsbau" in "Kanada, USA - Bericht über eine Studienreise", Universität Stuttgart, Lehrstuhl Prof.Götz 1968 1968 mit W.Reuter "Zur Funktion der Architekturkritik" in Arch+ 3, Stuttgart, 1968 1969 mit R.Bertz, S. Heeg und F. Huster "Grundsatzplanung Mietbürohochhaus" Universität Stuttgart, Lehrstuhl Prof. Götz, 1969 1971 mit Dr.H.J.Karpe und B.Händel "Verbesserung der Entscheidungsgrundlagen in der Wasserwirtschaft" (Beispiel Computerkartographie und wasserwirtschaftliche Planung für Marokko) in GwF Februar 1971 mit W.F.Schraeder "Computergestützte thematischeKartographie" Universität Dortmund 1971 mit W.F.Schraeder "Systemanalyse und Computerkartographie für die Innenstadtsanierung Herdecke" in "Sanierung Herdecke Teil 1" Stadt Herdecke, 1971 mit W.F.Schraeder und S.Pape "Witten Strukturatlas 1" Stadt Witten, 1971 in der Arbeitsgruppe KommunalePlanung (AG KOP) "Raumplanung, eine spezielle Ökonomie, Thesen zu einer Theorie der Raumplanung" in 3.RAK, 1972, UniversitätDortmund und Arch + 15, 1972 und in Dortmunder Beiträge zur Raumplanung, Band 10, "Raumplanung und Planerausbildung", Dortmund 1978, Brunn/Pannitschka (Hrsg.) 1973 Abschlußbericht des GTZ-Projektes Großraumplanung Porto Alegre Brasilien, 1971/73 Erstellung folgender Sonderdokumentationen: Dok. 11 "Flächennutzungsprozesse" Dok. 12 "Konzept der räumlichenRessourcenplanung" Dok. 13 "Anwendung des Lowry- Modells als Impact-Analysealternativer räumlicher Leitbilder" Dok. 14 "Anwendung der Nutzwertanlyse bei der Auswahl der räumlichen Leitbilder" GTZ, Eschborn, 1973 mit W.F.Schraeder "Regionalplanung in Entwicklungsländern - ein Bericht über ein deutsch-brasilianisches Projekt für den Großraum Porto Alegre" Stadtbauwelt 1973, Heft 40 mit W. Wirsig "Erfahrungsauswertung und Empfehlungen für künftige Regionalplanungsprojekte" im Auftrag der dpudpu, Essen 1973 1974 "Zwei Grundprobleme für diePlanung von Stadtregionen in Entwicklungsländern: Das Problem der Verfahrensplanung und das Problem der Stadt-Land-Migration" Diskussionspapier (engl.) für das First Asian Symposium onRegional and National Developmentin Mysore, Indien mit W.Pannitschka "Erreichbarkeitsanalyse auf Stadtteilebene - zur Verwendung vonNetzwerkmodellen" in ÖVD 4/75, überarbeitete und erweiterte Fassung "SCRAM - einePlanungshilfe zur Allokation vonRessourcen in einem Netzwer", inDortmunder Beiträge zur Raumplanung, Band 1, Methoden der empirischen Raumforschung, Dortmund1976, Schraeder/Sauberer (Hrsg.) mit Dr.H.J.Karpe und K.R.Kunzmann Organisation der ARPUD-Tagung 1974 "Raumplanung in Entwicklungsländern" gemeinsamer Bericht in Auslandskurier, Feb 75 und E+Z 3/75 Vortrag "Verstädterung in der Dritten Welt - eine Planungsaufgabe?" Manuskript in kleiner Auflage verteilt in Dortmunder Beiträge zur Raumplanung, Band 13, Aspekte der Raumplanung in Entwicklungsländern, Dortmund 1982 Veröffentlichungsreihe der Stadt Bochum, 1975 1975 mit Stadtplanungsamt Bochum "Erreichbarkeitsanalyse - ein Beitrag zur Teilautomation der Planung, Band 1: Methode" "Erreichbarkeitsanalyse, Beispiel Stadt Bochum" Vortrag auf der von DATUM e.V veranstalteten Tagung "Standort - Erreichbarkeit - Versorgung" in Tagungsbericht, DATUM e.V. Bonn - Bad Godesberg 1975 mit Dr. S. Müller und V. Waltz "Projektstudium für die Raumplanung - Ziele, Probleme, Erfahrungen" in Dortmunder Beiträge zur Raumplanung, Band 9, Raumplanung und Planerausbildung, Dortmund 1978 Brunn/Pannitschka (Hrsg.) 1976 mit S.Stein "Zur praktischen Anwendung einer Erreichbarkeitsanalyse: Bericht überein mit dem Stadtplanungsamt Bochum entwickeltes Konzept" in Systemtheorie und Systemtechnik der Raumplanung, Basel 1976, Brunn/Fehl (Hrsg.) 1978 mit U. Heinemann und Chr.v. Strempel "Politische Stadtplanung Barcelona 1859-1978" Dokumentation mit Ergänzungen der gleichnamigen Ausstellung in Zusammenarbeit mit Berliner Festspiele, HdKB, FB 2, Berlin 1978 1979 mit O.Akbar und Dr. A. Bittencourt "Richtwerte und Mindeststandards für die Stadtentwicklungsplanung in Entwicklungsländern GTZ, Eschborn, 1979 liegt auch in portugiesischer Fassung vor "Raumordnungs- und Stadtentwicklungspolitik CNPU - Brasilien ausgelagerte Projektgruppe Vitoria" GTZ, Eschborn, 1979 liegt auch in portugiesischer Fassung vor mit Dr. A. Bittencourt "Stadtplanung Kapverdische Inseln Analyse und Vorschläge" GTZ, Eschborn, 1979 liegt auch in portugiesischerFassung vor mit O.Akbar (Hrsg.) "Bazar Teheran" (Dokumentation Studienprojekt) HdKB, FB 2, Berlin 1979 1983 mit S.Santoso (Hrsg.) "Geplante Verelendung contra kulturelle Selbstverwaltung" (Dokumentation eines Workshops) HdKB, Materialien 5/83 Berlin 1983 1984 "Andernorts" Ausstellung im Berichtsjahr der IBA 84 Führungsblätter HdKB, Berlin 1984, der Hauptteil der Ausstellung wurde ins portugiesische und englische übersetzt, 85-90 in 21 Goetheinstituten weltweit gezeigt, Berlin 1984 Begleitbuch "Stadt in Afrika, Asien und Lateinamerika" (Hrsg.) Begleitkatalog "Viver na Cidade" Begleitkatalog "Living in Cities" Habitat Forum Berlin 1985 Habitat Forum Berlin 1986 1885 "Wohnen in einer vernetzten Welt" in "Menschlich Wohnen", LutzFranke (Hrsg.), Frankfurt/M, New York 1987 1987 mit Dr. P. Pfeiffer "Habitac o Popular e Patrimonio Histórico" Gutachten im Auftrag der GTZ zur Altstadterneuerung von "Salvador/Bahia Salvador/Berlin 1987 mit L.Thürmer (Hrsg. als Habitat Forum Berlin) "Changing the City - Building Community", Wandzeitungsserie Berlin, 1987 im Auftrag des BerlinerSenats und in Zusammenarbeit mit dem Habitat International Council aus Anlass des Internationalen Jahr der Menschen in Wohnungsnot 1987 mit L.Thürmer (Hrsg. als HabitatForum Berlin) "Proceedings ofThe Habitat Forum Berlin 1987" in Zusammenarbeit mit der DSE Bericht über den vom Habitat Forum Berlin organisierten Weltkongress inBerlin, 1987, liegt auch in spanischer Sprache vor 1988 "HFB Dokumentation PilotprojektNr. 1 Salvador/Bahia" Hrsg. Habitat Forum Berlin, 1988 Dokumentation des Umbaus einer Ruine in ein Mehrfamilienhaus im historischen Zentrum von Salvador, mit Spendenmitteln, basierend aufPartizipation und teilweiseSelbsthilfe 1989 "Living in Cities" Herausgabe einer ausführlichen u. aktualisierten englischsprachigen Dokumentation der gleichnamigen Ausstellung, Habitat Forum Berlin, 1989 1990 mit B. Multhaup" Perspektiven durch Verbindungen Neue Aufgaben für die Stadtentwicklung von Berlin Ost + West" Herausgabe einer ergänzten Dokumentation der gleichnamigen Ausstellung, Berlin 1990 Im Deutschen Werkbund u.a.a.O. "Theater um den Potsdamer Platz ein Lehrstück für zukünftigeBerliner Planungskultur?" in Grünstift Forum 4/90 1991 "Internationalisierung versus Lokalisierung" in Werk und Zeit, 3/91 "Werkstatt Tagebuch in Bildern" in "Lebensraum Straße in Berlin und Paris, Ergebnisse einer Werkstatt vom 23.-30.Sept. 1989", Berlin 1991 in "Perspektiven für Rüdersdorf" Hrsg. Deutscher Werkbund Berlin, Berlin 1991 "Ein Industriemuseumspark in und für Rüdersdorf" 1992 "Grünes Hamburg" Neue Ansätze und Strategien für eine ökologische Stadtentwicklung Bericht über die gleichnamige Fachtagung 18.5-20.5 1992 in Hamburg; eine Veranstaltung der Europäischen Gemeinschaft und der Freien Hansestadt Hamburg Berlin, Juni 1992 1993 "Zukunft von Marzahn - Strategienfür Marzahn" Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Habitat Forum Berlin im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen KHB 1993 und Werkbundgalerie Berlin 1994 "Stadtentwicklungsprozesse im internationalen Vergleich" in "Arbeiten und Wohnen in städtischen Quartieren, R.W.Ernst, R.Borst, S.Krätke u. G.Nest (Hrsg.) Basel,Boston,Berlin 1993 1994 "Zur Diskussion über Strategien für Marzahn - Zusammenfassung der Ergebnisse" in Ideenwerkstatt Marzahn, Hrsg.: Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen, Berlin 1994 mit Habitat Forum Berlin (Hrsg.) "Vergleich der Erfahrungen mit Großsiedlungen in Europa" Ideenwerkstatt Marzahn - Dokumentation des 1. Workshops Berlin 1994 "Wirklichkeit und Differenz" in Form + Zweck 9/10 1994 "Örtliche Wirtschaftskreisläufe undArbeit in städtischen Gebieten" in Bericht der DSE "Nachhaltige Stadtentwicklung: Von Urbaner Krise zur gesunden Stadt, Berlin 1994 1995 mit S. Koppelkamm u. G. Nest" Hotel Mittelmeer" Ausstellung im Haus der Kulturender Welt; Berlin 1996 u.a. in Die Zeit 5.1.1996 1996 "Entwicklungskonzept - Museumspark Baustoffindustrie Rüdersdorf" Berlin, 1996 "Recht auf Irrtum oder leichtfertige Spekulation" in Werk und Zeit 7/8 1966; in Architetura e urbanismo (port.) 4/5 1966 1997 "Realisierungsstudie des Museumspark Baustoffindustrie Rüdersdorf unter Ausrichtung auf Umweltgesichtspunkte" im Auftrag der Gemeinde Rüdersdorf gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Berlin 1997 "Planwerk Innenstadt - Identitätsstiftende Reise?" in Der Architekt 4/97 1999 mit R.Görss, E.J.Petras, A. Reidemeister, M. Steiner, Ulla Walter, Uwe Walter "Z1 Transformation des Verschwindenden" Ausstellung in der Berliner Volksbank, Potsdamer Platz; Katalog Förderverein Kunstschule Z1 e.V. Berlin zum Thema Kulturlandschaft Rüdersdorf 2000 mit F.Wiel "Chancen durch Dichte" in die "Die kompakte Stadt", Hrsg. Martin Wenz, Frankfurt a.M. 2000 "A Cidade: Projetos Arquitetonicos" Ausstellung über eigene Arbeiten im Goethe Institut Salvador/Brasilien 2001 "Museumspark Baustoffindustrie" Beitrag für die Wanderausstellung der Architektenkammer Berlin Europa fördert Architektur - ausgewählte Projekte der EU-Regionalfonds in Ostdeutschland Leipzig, Berlin, Dessau, etc. 2002 mit Ingo Fröhlich und Lukas Kühne "Fassade fragile" Lichtinstallation an einem Altbau in der historischen Mitte Berlins Ausstellungsbeitrag für die Ausstellung des BDA Berlin Rethinking: Space - Time - Architecture aus Anlass des UIA-Weltkongresses in Berlin Katalog herausgegeben durch BDA-Landesverband Berlin und staatliche Museen zu Berlin; Postkarten "Kunsthochschulen als Treibrieme nder kulturellen Entwicklung - ein Beispiel" in "Vision Berlin", Hrsg. Peter Ring und Wolfgang Watter Berlin 2002 2003 "Gedankensplitter" Text zum Thema Zeichnen in Magazin Nr. 4 der Kunsthochschule Berlin-Weissensee Berlin 2003 "Stadtraum als Arbeitsraum - lernen von andernorts?" in Urbane Anarchisten - Die Kulturder Imbissbude, Hrsg. Jon von Butlar und Christoph Buckstegen Marburg 2003 "Aufnahmeprüfung für das Architekturstudium - Erfahrungen und Chancen" in Zugang zum Architekturstudium an der Muthesius-Hochschule Kiel Band IV der Materialienreihe der Muthesius-Hochschule Kiel 2003 "Hochschule im Hochhaus" in Dostoprimetschatelnosti (Dokumentation einesStudienprojektes), Hrsg. AxelWartzke, Christian Lagé, Steffen Schuhmann, Hamburg 2003 2004 "Berlín: Las partes y el todo" Dilema para una reconstrucción Estatégica de la capital in Foro 1 Berlin-Caracas, Dokumentation einer Tagung inCaracas Juli 2002, veranstaltet durch Associación Cultural Humboldt, Stadt Caracas, Goethe-InstitutCaracas, Universidad Central de Venezuela, Ediciones Instituto deUrbanismo, Caracas 2004 2005 "Zum Gedächtnis der Stadt" in kunst stadt - stadt kunst Magazin des Kulturwerk des bbk Berlin Nr. 52, 2005 2006 "Die Transformation des Ortes sichtbar werden lassen" In der Dokumentation über den 3. Wettbewerb zur Topographie des Terrors Verein Aktives Museum Mitgliederrundbrief 55, Mai 2006 "Kunst und die soziale Stadt" in kunst stadt - stadt kunst Magazin des Kulturwerk des bbk Berlin Nr. 53, 2006 2007 "StadtRaumStrategie" Berlin, 2007 "trialectcs Nr. 14 dokumentiert in Lokale/Schwerin 2005 Schwanengeschnetzeltes" mit smith&smart ein Projekt von Inge Mahn mit Studierenden der KHB berlin 2007 "Zur städtebaulichen Situation - Die Gustave-Eiffel-Oberschule als Potential für neue Nutzungen" in Wolfgang Krause +Peter MüllerSchulschluss, ein Prozess am Standort Kastanienallee 82 2002-2005 Berlin 2007 "Raumstrategien - ein neuer Studiengang an der Kunsthochschule Berlin Weissensee in kunststadt - stadtkunstMagazin des Kulturwerk des bbkBerlin Nr. 54, 2007 Mit Wolfgang Krause + Sylvia LorenzUrban stories - poetische Momente ein Workshop der KunsthochschuleBerlin Weissensee vom 18.6.-26.6.2006 in Görlitz in kunststadt - stadtkunstMagazin des Kulturwerk des bbkBerlin Nr. 54, 2007 "Vorschlag für den weiteren Diskurs" in Stadt-Raum Orte sozialerRaumbldungen herausgegebenvon Heiner Moldenschardt im Auftrag der Akademie der Künste, Berlin 2007 "Über die brachliegenden Potentiale des Berliner Immobilienfonds und die Förderung lokaler kreativer Ökonomie" in Plan B - Kulturwirtschaft Berlin, Berlin 2007


Projekte Architektur & Städtebau / Geschäftshaus Schönhauser Allee

Geschäftshaus Schönhauser Allee Büro Ernst und Multhaup, Mitarbeit Bernd Niebur und Klaus Schäfer 1990 Das Projekt wurde bis zum Bauantrag bearbeitet, ein wesentlicher Punkt war die Erarbeitung der Fassade in der Schönhauser Allee in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege. Es war eine "plastische Fassade, die mit modernen Mitteln die Feingliedrigkeit und Vertikalstruktur der Gründerzeitgebäude aufnimmt verlangt worden." Ein leicht gebogener großer Erker, eine Fassade, die durch ein kleinteiliges Licht- und Reflexionsspiel bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen immer wieder neue Wahrnehmungen ermöglicht.


Projekte Architektur & Städtebau / Zentrum Hellersdorf

Zentrum Hellersdorf Wettbewerbsentwurf Büro Ernst + Multhaup, 1991, Mitarbeit Klaus Schäfer Das Konzept wird bestimmt durch die Idee der Stadt in der Stadt bzw. in der Siedlung. Ein modernes Raster, Mischnutzung, Dichte und begrenzte Bauhöhen sollten einen flexiblen aber einen deutlichen Kontrast zur Plattenbausiedlung ermöglichen.


Projekte Architektur & Städtebau / Städtebauliche Untersuchung Block 30

Städtebauliche Untersuchung Block 30 im Sanierungsgebiet Prenzlauer Berg, Büro Ernst + Multhaup 1991, Mitarbeit Kai Teutsch Die Identifikation der Ergänzungsmöglichkeiten, von Abrissmöglichkeiten zur Verbesserung von Belichtungsverhältnissen, die Grundstücks- und Bebauungsstruktur sowie die Verdichtungsmöglichkeiten für wohnungsnahes Gewerbe waren die Grundlagen zur Darstellung des Entwicklungspotentiales dieses Baublocks.


Projekte Architektur & Städtebau / Museumspark Baustoffindustrie Rüdersdorf

Museumspark Baustoffindustrie Rüdersdorf Entwicklungskonzepte - Transformationen einer Kulturlandschaft, 1990-1997 Büro Prof.Rainer W. Ernst, Mitarbeit Martin Jennrich Nur wenige Kilometer östlich von Berlin liegen die Rüdersdorfer Kalkberge, die einzig übertägig abbaubaren Kalksteinvorkommen in der norddeutschen Tiefebene. Die drastisch und eindrucksvolle Transformation dieser Landschaft ist durch den Abbau des Kalkberges entstanden. Aus dem einstigen Berg ist ein bis zu hundert Meter tiefes und bis zu fünf Kilometer langes Tagebauloch geworden. Mit dem Abbau des Kalkfelsens entstand ab der Mitte des 18. Jahrhunderts eine Kalk- und Zementindustrie, aus der eine heute archäologisch und denkmalpflegerisch wertvolle Industrielandschaft geworden ist. Das Loch kann als Negativabdruck der positiven Form der Baulichkeiten in Berlin angesehen werden. Nach Initiative des Deutschen Werkbundes und verschiedenen Dikussionen unter Beteiligung der Bevölkerung, der Denkmalpflege, der Baustoffindustrie, der Bundesstiftung Umwelt, der Gründung eines Trägervereins, eines Beirates, etc. wurde das von dem Büro Prof.Rainer W. Ernst entwickelte Konzept als Leitlinie akzeptiert, jedoch später auf Grund anderer sich durchsetzenden Interessen unterlaufen, der Museumspark fristet heute ein bescheidenes Dasein und hat offensichtlich die damals erkannten Potentiale nicht entwickelt, die unter folgenden Gesichtspunkten beschrieben waren: Der Museumspark als Teil der Umwelt, als Freiraum, als geologischer Ort, als Ort des Bergbaus, als Ort der Baustoffe und als Ort der Kultur und Kunst.


Projekte Architektur & Städtebau / Dorferneuerung Alt-Rüdersdorf

Dorferneuerung Alt-Rüdersdorf Dorfentwicklungsplan, Büro Ernst + Multhaup, 1992, Mitarbeit Martin Jennrich Stärkung des Dorfangers, Herausarbeitung der hstorischen bedeutung der Kirche und ihres Umfeldes, behutsame Eingriffe zur Ermöglichung neuer Nutzungen sowie eine Bürgerbeteiligung waren die wichtigsten Elemente der Planung


Projekte Architektur & Städtebau / Entwicklungskonzept KHB

Städtebauliche Untersuchung zur Erweiterung der KHB Gesamtkonzept Erweiterungsplanung, 1995-1999, Büro Prof. Rainer W. Ernst Mitarbeit Thomas Fiel Kleinteiligkeit und differenzierte Ergänzung des Ensembles unter der Maßgabe den gesamten Raumbedarf (damals 11000qm HNF) an einem Standort unterzubringen. Dazu wurde an Hand mehrerer Alternativen der Bedarf für zusätzliche Grundstücksflächen an Hand von Baulichen Alternativen untersucht. Die zunächst im FNP von Berlin vorgesehene Erweiterungsfläche wurde später wieder vom Berliner Senat aufgegeben. Das im Modellfoto dargestellte bauliche Konzept ist immer noch nicht auf Grund von fehlenden Bauinvestitionsmittel realisiert.


Projekte Architektur & Städtebau / Transformation einer Ruine in Salvador/Brasilien

Städtebauliche Analyse zur Transformationder alten Kaianlage in Salvador/Brasilien und städtebauliches Konzept R.W.Ernst und Bela Kunckel Fenyes, Berlin 2005 im Auftrag der Stadt Salvador Bahia, 2002 Auf der Grundlage einer Potentialanalyse wurde ein städtebauliches Konzept für die Bebauung der nicht mehr benötigten Kaianlagen als Ergänzung der Unterstadt unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen touristischen Entwicklung Salvadors entwickelt. Eine besondere Rolle war die Verträglichkeit gegenüber dem Bestand und ein spezifisches typologisches Konzept für eine neue öffentliche Uferpromenade und darauf bezogene Hotels.


Projekte Architektur & Städtebau / Städtebauliches Konzept Ortskern Woltersdorf (bei Berlin)

Städtebauliche Untersuchung zur Erweiterung der KHB, Gesamtkonzept für die Erweiterungsplanung, 1995-96 Büro Prof. Rainer W. Ernst , Mitarbeit Thomas Fiel Kleinteiligkeit und differenzierte Ergänzung des Ensembles unter der Maßgabe den gesamten Raumbedarf (damals 11000qm HNF) an einem Standort unterzubringen. Dazu wurde an Hand mehrerer Alternativen der Bedarf für zusätzliche Grundstücksflächen durch bauliche Alternative untersucht. Die zunächst im FNP von Berlin vorgesehene Erweiterungsfläche wurde später wieder vom Berliner Senat aufgehoben. Das aus diesen Bedingungen entwickelte bauliche Konzept ist im zweiten Modellfoto dargestellt. Es ist allerdings wegen fehlender Baumittel nocht nicht vollständig realsiert.


Projekte Architektur & Städtebau / Schachtofenbatterie

Schachtofenbatterie im Museumspark Rüdersdorf- Kathedrale des Kalks Sicherung, Begehbarkeit und Bespielbarkeit 1997-1998 Büro Prof. Rainer W. Ernst, Mitarbeit Sebastian Frach und Kristina Schwesinger Mit dieser Maßnahme konnte die Schachtofenbatterie in den Museumspark als begehbares und auch bespielbares Objekt integriert werden.


Projekte Architektur & Städtebau / Kathedrale des Kalks

Einweihung der Schachtofenbatterie als Ort des Museumspark Rüdersdorf im Sommer 1998 mit einer Freiluftinszenierung von Ingrid L. Ernst "Der Traumarbeiter"


Projekte Architektur & Städtebau / Werkstattgebäude 1 KHB

Umbau und Ergänzung des Werkstattgebäudes der Kunsthochschule Berlin Weißensee Teil 1 1995 - 1999, Büro Prof. Rainer W. Ernst in Zusammenarbeit mit der Baukanzlei Ersatz der an gleicher Stelle vorhandenen eingeschossigen Baracken aus der DDR-Zeit. Das Gebäude wurde preiswert mit einem Baukostenaufwand von unter DM 2500,- pro qm HNF errichtet.


Projekte Architektur & Städtebau / Glashaus der Steine

Entwurf für eine geologische Ausstellungshalle im Museumspark Baustoffindustrie Rüdersdorf innerhalb des Tagebaus, Glashaus der Steine geologische Ausstellungshalle um Tagebauloch 1994 - 1996 (nicht realisiert) Büro Prof. Rainer W. Ernst Mitarbeit Thomas Fiel, Martin Jennrich und Pavel Kravtschenko Durch den Tunnel kommt man direkt in die Vitrine und wird von dem überraschenden Blick in den Tagebau, dem Fundort der geologischen Ausstellungsstücke, fasziniert sein.


Projekte Architektur & Städtebau / Haus der Steine - Geologische Schatztruhe

Haus der Steine - geologische Schatztruhe 1997 1999, realisiert, Büro Prof. Rainer W. Ernst, Mitarbeiter Sebastian Frach und Kristina Schwesinger Nachdem ein Standort im Bereich des Tagebaus aus abbautechnischen Gründen zu risikoreich erschien, kam im Eingangsbereich nur das abgeräumte Grundstück schräg gegenüber des Magazingebäudes (1666) mit Uhrenturm (1830) und in Nachbarschaft des Rumfordofens mit Bohlenbinderdach (1817) in Frage. Das Gebäude besteht im Wesentlichen aus dem Luftkollektordach, den vorhandenen Mauern aus Kalkstein, und einer Fassadenwand aus Sichtbeton.


Projekte Architektur & Städtebau / Werkstattgebäude 2 KHB

Werkstattgebäude 2 KHB, 2000 -2002 Büro Prof. Rainer W. Ernst in Zusammenarbeit mit der Baukanzlei In Fortsetzung des Werkstattgebäudes 1 aber um 90 Grad gedreht und daher in Korrespondenz zu dem Hauptgebäude in der Aussenstruktur modifiziert.


Projekte Architektur & Städtebau / Mart Stam Gebäude KHB

Mart Stam Gebäude KHB Eckgebäude zwischen den beiden Werkstattgebäuden 2000 - 2002, Büro Prof. Rainer W. Ernst in Zusammenarbeit mit der Baukanzlei Zu Ehren von Mart Stam dem ehemaligen Rektor der KHB, der 1953 von der DDR-Regierung aus der DDR verwiesen wurde, wurde das Eckgebäude für eine Werkstatt, ein Freiluftatelier und einen Seminarraum aus verschiedenen Entwürfen von Mart Stam gesampelt.


Projekte Architektur & Städtebau / Transformation Kaianlage Salvador

Städtebauliche Analyse zur Transformationder alten Kaianlage in Salvador/Brasilien und städtebauliches Konzept R.W.Ernst und Béla Kunckel Fényes, Berlin 2005 im Auftrag der Stadt Salvador Bahia, 2002 Auf der Grundlage einer Potentialanalyse wurde ein städtebauliches Konzept für die Bebauung der nicht mehr benötigten Kaianlagen als Ergänzung der Unterstadt unter besonderer Berücksichtigung der aktuellen touristischen Entwicklung Salvadors entwickelt. Eine besondere Rolle war die Verträglichkeit gegenüber dem Bestand und ein spezifisches typologisches Konzept für eine neue öffentliche Uferpromenade und darauf bezogene Hotels.


Projekte Architektur & Städtebau / Wohnen im Park Schwerin

Wohnen im Park in Schwerin städtebauliches Konzept für die Bebauung von leer geräumten Grundstückeninnerhalb der Plattensiedlung Am großen Dreesch Vorschlag für neue Elemente in dem Stadtteil, um qualifiziertes und preiswertes Wohnen sowie eine Verbesserung der Stadtlandschaft zu realisieren. R.W.Ernst und Béla Kunckel Fényes, Berlin 2005 im Auftrag der Stadt Schwerin


Projekte Architektur & Städtebau / Gesamtverzeichnis seit 1990

Prof. Dipl. Ing. Rainer W. ErnstArchitekt BDA DWB Gesamtverzeichnis Architektur- und Planungsprojekte seit 1990 Architekturprojekte und städtebaulichen Studien Stand August 2005 mit dem Architekturbüro Ernst und Multhaup 1990 - 1994 1990 - 93 Städtebauliches Entwicklungskonzept für neue integrierte Arbeits und Dienstleistungsstandorte entlang des S-Bahnringes im Bezirk Prenzlauer Berg; Forschungsprojekt Modellstudie Greifswalder Straße des BmBau, Städtebaulicher Rahmenplan, ca. 10.000 Euro; 1990 Geschäftshaus Schönhauser Allee, Bauantrag, nicht realisiert; s. 3.1 (nach Tageszeiten differenziert gestaltete Fassade); 1991 Konzept für eine Stadterweiterung mit 4.000 Wohneinheiten, Dienstleistungen, Arbeitsplätzen und Freizeiteinrichtungen, Wohnungsbaustudie \"Am Humboldtpark in Berlin Pankow\"; 1991 Städtebaulicher Wettbewerb für das Zentrum Hellersdorf (5. Preis ) s. 3.2 (städtebauliches Implantat, Modellfoto) 1991 Städtebauliche Untersuchung Block 30 im Sanierungsgebiet Prenzlauer Berg, im Auftrag von S.T.E.R.N. s. 3.3 (Potentialanalyse); 1991 - 93 Städtebaulicher Rahmenplan zur Ortsentwicklung Rüdersdorf, Bebauungsplan für das Ortszentrum Rüdersdorf im Auftrag der Gemeinde Rüdersdorf; 1991 - 93 Denkmalpflegerisches Konzept für den MuseumsparkBaustoffindustrie Rüdersdorf (1993 Deutscher Denkmalpreis); s. 3.4+3.5 (Karten auch veröffentlicht in "Realisierungsstudie des Museumspark Baustoffindustrie Rüdersdorf unter Ausrichtung auf Umweltgesichtspunkte, Berlin 1997, s.u.); 1992 Vorhaben und Erschließungsplan Bauindustrie Herzfelde, im Auftrag der Gemeinde Herzfelde; 1992 Städtebauliche Studie für den Ausbau des Zentrums der Wohnsiedlung Schlaatz, Wohngebiet für ca. 10.000 E, im Auftragder Stadt Potsdam; 1992 Dorferneuerungsplanung für Alt-Rüdersdorf, im Auftrag der Gemeinde Rüdersdorf; s. 3.6+3.7 (historische Abbildung Dorfkirche Alt-Rüdersdorf, Entwicklungsplan); 1993 - 94 Neubau eines Wohnhauses in der Lychener Straße im Prenzlauer Berg (50 WE), realisiert; 1993 Gestaltungssatzung für die denkmalgeschützte Bergarbeitersiedlung am Landhof in Rüdersdorf, im Auftrag der GemeindeRüdersdorf; 1993 - 95 Denkmalpflegerisches Konzept, Realisierung und Instandsetzung des Rumford-Ofens 1 mit Bogenbrücke (Kalkofen erbaut 1804 in Rüdersdorf). Architekturbüro Prof. R. W. Ernst 1994-2002 (als 'Teaching Office') 1994 - 1997 Städtebauliches Konzept zum Ausbau der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (denkmalgeschütztes Ensemble), im Auftrag. der Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen, Berlin; s. 3.8+3.9 (Alternativen unter Berücksichtigung einer möglichen Erweiterung auf dem Nachbargrundstück des Berliner Senats, inzwischen obsolet, Modell der inzwischen realisierten Abschnitte); 1994 Konzept für den Ausbau einer Ruine in ein Kulturzentrum für den Verein Korin Efan im historischen Zentrum von Salvador/ Bahia, nach Diskussion mit der brasilianischen Denkmalpflegebehördeund UNESCO im Frühjahr 1997 genehmigt; s. 3.10 (nach ausgiebiger Diskussion mit den Mitgliedern von Korin Efan über die Alternativen - von der Rekonstruktion bis zur freien Implantation - wurde die radikalste Erneuerung ausgesucht und bei der Denkmalpflegebehörde durchgesetzt; wegen Eigentumsunklarheiten bislang nicht realisiert); 1995 Wohnungsbaupotentialanalyse Marzahn-Süd, im Auftrag der Wohnungsbaugesellschaft Marzahn; 1995/6 Modernisierung und Fassadengestaltung von zwei Wohngebäuden (96 WE) realisiert 1996, im Auftrag der WBG Marzahn; 1995/6 Entwicklungs- und Realisierungskonzept für den Museumspark Baustoffindustrie Rüdersdorf, Koordination mit der Erarbeitungeines städtebaulichen Rahmenplans für den Museumspark durch Martin Hoffmann; 1995/6 Altengerechtes Wohnen, Instandsetzung, Modernisierung und Ausbau eines gründerzeitlichen Wohnhauses in Rüdersdorf, einschließlich Gartenhaus und Dachgeschossen, mit einer behindertengerechten WE, insgesamt 10 WE, realisiert; 1996 Städtebaulicher Entwurf für den Ortskern Woltersdorf (1. Preis); s. 3.11+3.12 (Behutsame Ergänzung, Stärkng derZentrumskontur); 1996 Ankauf, Wettbewerb \"Erweiterung Haus des Architekten" inMünchen; 1996 Entwicklungskonzept \"Museumspark Baustoffindustrie Rüdersdorf" im Auftrag der Gemeinde Rüdersdorf und der Landesdenkmalschutzbehörde Brandenburg, veröffentlicht 1996/7 Realisierungsstudie für den Museumspark Baustoffindustrie Rüdersdorf im Auftrag der Gemeinde Rüdersdorf, gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt; ; s.a. Abb. 4+5 1996/8 Entwurf für die Begehbarkeit und Bespielbarkeit der Schachtofenbatterie in Rüdersdorf; s. 3.13 Einweihung im Sommer 1998 mit einer Freiluftinszenierung von Ingrid L. Ernst \"Der Traumarbeiter\"; s. 3.14 1996/9 Werkstatt- und Ateliergebäude KHB, realisiert in Kooperation mitBaukanzlei; s. 3.15+3.16 1996/9 Entwürfe für eine geologische Ausstellungshalle im MuseumsparkBaustoffindustrie Rüdersdorf (innerhalb und außerhalb desTagebaus), Fertigstellung des 2. Konzeptes August 1999; s. 3.17+3.18 (die durch einen Tunnel erschlossene Glasvitrine im Tagebaugebiet war für den Rüdersdorfer Horizont zu gewagt, daher musste die Ausstellungshalle an den Außenrand des Tagebaus gelegt werden, die Halle ist Teil des Freiluftmuseumsund wird daher lediglich durch einen Luftkollektor temperiert) 2000/2 Werkstatt- und Ateliergebäude 2 KHB, realisiert in Kooperation mit Baukanzlei; s. 3.19 2000/2 Mart Stam Gebäude HHB, zu Ehren von Mart Stam dem ehemaligen Rektor der KHB aus verschiedenen Entwürfen von Mart Stam gesampelt, in Kooperation mit Baukanzlei, realisiert; s. 3.20 2001/3 Städtebauliche Analyse zur Transformation der alten Kaianlage in Salvador/Brasilien und städtebauliches Konzept, im Auftrag der Stadtverwaltung Salvador; s. 3.21 2002 Entwurf für den Umbau und die Ergänzung eines historischen Gebäudes in Salvador/Brasilien für die neu zu gründende Kunsthochschule Berlin Bahia; 2002 Entwurf für einen Erweiterungsbau der Friedrich Ebert Stiftung in Berlin; 2005 Wohnen im Park in Schwerin, städtebauliches Konzept für die Bebauung von leer geräumten Grundstücken innerhalb der Plattensiedlung 'Am großen Dreesch', im Auftrag der Stadt Schwerin; s. 3.22.


Wettbewerbe / Bahnhof Kassel

Bahnhof Kassel offener Ideenwettbewerb 1986, Rainer W. Ernst, Claus Zillich und J. Halfmann Für die ICE-Verbindung erhält Kassel am Kreuzungspunkt mit der historischen Barockachse einen neuen Bahnhof. Einen zeitgemäßen Kreuzungspunkt zu bilden, der Eleganz der Hochgeschwindigkeitszüge zu entsprechen und kürzeste Wege für den Transit zu bilden, waren die Motive für die Wettbewerbsarbeit.


Wettbewerbe / Dachausbau HDKB

Wettbewerb Dachausbau HdKB, eingeladener Realisierungswettbewerb, 1. Preis, Rainer W. Ernst in Zusammenarbeit mit Claus Zillich, nicht realisiert Das Dach des Quertraktes des 1902 errichteten Neubaus für die königliche akademische Hochschule für bildende Künste wurde im 2. Weltkrieg beschädigt. Das Notdach wird ersetzt durch eine schwebende Halbröhre für Ateliers. Der wilhelminische Bau erhält eine neue Mütze.


Wettbewerbe / Akropolis Museum

Offener Internationaler Wettbewerb Akropolis Museum, 1988, R.W.Ernst und C.Zillich Aus Anlaß der möglichen Rückgabe der von Lord Elgin demontierten und nach England transportierten plastischen Elemente der Akropolis wird ein neues Museum für die Akropolis geplant. In der Geschichte der Akropolis spiegelt sich die Kulturgeschichte Europas wieder. Die Akropolis wurde genutzt als Tempelanlage, als Kirche, als kommunales Zentrum, als Moschee, als Waffenlager,etc. und wird heute genutzt als archäologische Baustelle, als touristische Attraktion und als Wahrzeichen Athens. Der aktuellen Bedrohung durch Umweltverschmutzung entsprechend haben wir vorgeschlagen, die Akropolis mit einem später wieder demontierbaren Glaskörper zu schützten, die plastischen Elemente an ihren Originalplatz zurück zu bringen, die Einheit von Plastik und Architektur wäre dann im mediterranen Lichtam Ort wieder sichtbar. In einem neuen Gebäude am Fuß der Akropolis könnte in 7-9 großen Modellen die baulich-kulturelle Transformation der Akropolis den Besuchern veranschaulicht werden.


Wettbewerbe / Gesamtverzeichnis

Wettbewerbe Gesamtverzeichnis Teilnahme und Ergebnisse Stand Dez.2003 (Auflistung aller Wettbewerbsteilnahmen) 1976 mit K.Pächter offener städtebaulicher Wettbewerb Dietzenbach 1.Preis 1986 mit K.Zillich + J.Halfmann offener Wettbewerb Bhf. Kassel (s.Abb.) 1.Rundgang 1988 mit K.Zillich eingeladener Realisierungswettbewerb Ergänzung HdK Berlin (s.Abb.) 1.Preis 1988 mit K.Zillich offener Wettbewerb Museum Akropolis Athen (s.Abb.) 1.Rundgang 1988 mit R.Langfeld offener Wettbewerb Gedenkstätte Börneplatz/Frankfurt/M 1.Rundgang 1991 mit B.Multhaup für EUWO Investorenauswahlwettbewerb Schöhauser Allee/Kastanienallee 1.Preis 1991 mit B. Multhaup offener städtebaulicher Ideenwettbewerb Zentrum Hellersdorf 5.Preis 1995 offener Ideenwettbewerb Österreichische Botschaft Berlin Engere Wahl 1996 offener Realisierungswettbewerb HFF Potsdam-Babelsberg 1. Rundgang 1996 eingeladener städtebaulicher Ideenwettbewerb Ortskern Woltersdorf 1.Preis 1997 Haus des Architekten München offener Ideenwettbewerb Ankauf 1997 Industriemuseum Chemnitz offener Ideenwettbewerb 1.Rundgang 2003 Erweiterung Friedrich-Ebert-Stiftung als einziger eingeladener Ideenwettbewerb Programm erfüllt Verfahren abgebrochen


Lehre / Projekt Steinkühler Weg (P4) Universität Dortmund Abteilung Raumplanung 1969/70

Partizipatives Studienprojekt Universität Dortmund Abteilung Raumplanung 1969/70 Studenten beraten erfolgreich im Rahmen eines Studienprojektes die Bewohner einer abrissbedrohten Arbeitersiedlung Neu in dieser Zeit war das Studieren in Projekten. In dem damals neuen interdisziplinären Studiengang Raumplanung wurden Probleme aus der Realität als Studienaufgabe ausgewählt, die nicht akademisch bearbeitet wurden, sondern im realen Kontext. Es wargefordert mit all dem damit verbundenen Risiko, dass Studierende und die betreuenden Lehrenden konkret Verantwortung übernehmen, sich politisch einmischen und als Gruppe zusammen mit den Bewohnern agieren mit dem Ziel, eine Verbesserung der Lebensbedingungen von Einwohnern, die bislang in der kommunalen Planung nicht berücksichtigt wurden, zu erreichen. Das Projekt endete nachhaltig erfolgreich: Die damals verfilzte sozialdemokratische Führungsclique (Bürgermeister, Stadtverwaltung, Betriebsrat, Wohnungsbaugesellschaft, etc.) wurde überrumpelt, die Siedlung steht noch heute und befindet sich in der Zwischenzeit im Eigentum der Bewohner (s. aktuelles Luftfoto). An den exemplarischen Blättern des fast hundertseitigen Projektberichtes ist die damalige Form der political correctness, der damals neuen Arbeitsweise im Projekt, ablesbar: Bildfeindlich, keine Zeichnungen oder Fotos, die einzige Abbildung besteht aus einem spröden, simplen Diagramm und dann der Gruppenzwang. Jede individuelle Profilierung mit dem Verdacht, diese auf Kosten der Bewohner oder der Gruppe zu erreichen, wurde scharf geahndet. Dies bedeutete unter anderem, dass individuelle Wahrnehmung an den Rand gedrängt wurde und damit jegliche bildhafte Wiedergabe der Ereignisse, der Akteure und des Ortes im Projektbericht nichts zu suchen hatten. Nichts ist zu zeigen und auszustellen, nur das reale Ergebnis zählt. Weitere Informationen: Projektbericht der Studierenden, P4 Bibliothek der Uni Dortmund; Rainer Ernst, Sebastian Müller und Viktoria Waltz, "Projektstudium für die Raumplanung -Ziele, Probleme, Erfahrungen" in Dortmunder Beiträge zur Raumplanung, Band 9, "Raumplanung und Planerausbildung", Dortmund 1978 Brunn/Pannitschka (Hrsg.)


Lehre / Bazar Teheran

Hochschule der Künste Berlin Bazar Teheran Studienprojekt im 1977/78 mit einer dreiwöchigen Feldforschung im Bazar Teheran im Mai 1978, geleitet von Omar Akbar und Rainer W. Ernst und der Tutorin Christine v. Strempel Auf der Grundlage einer historischen Analyse der Bazarkultur und der Entwicklung der Stadt Teheran wurde der Frage nachgegangen welche räumlich-kulturellen Bedingungen der Bazar Teheran damals für Produktion, Handel und Kultur aufwies und worin die möglichen wichtigen Unterschiede zu Bedingungen für gleiche Funktionen in Berlin (damals West) zu beobachten sind und welche Verbesserung der Bedingungen im Bazar sinnvoll wären ohne die spezifische Lebens- und Arbeitsweise in Frage zu stellen. Dies fand statt auf dem Hintergrund des damals schon virulenten Konflikts zwischen der westlich orientierten Politik des Shas und den traditionell orientierten Bereichen wie der Bazar. An Hand von vier Funktionsbereichen wurde in der Feldstudie diesen Fragen nachgegangen. Die vier Bereiche waren: Die Schuhproduktion, die Strumpfproduktion, das Transportsystem und die kulturellen Einrichtungen. Beachtenswert für unsere Erkenntnisse war die Feststellung, dass die produzierten Waren mit hoher Konkurrenzfähigkeit gegenüber den modernen westlichen Industrien am Stadtrand von Teheran in die ganze Welt bis nach Moskau, New York und Düsseldorf geliefert wurden, dass die modernsten Maschinen genutzt wurden und auch selbst organisiert repariert werden konnten gleichzeitig aber auch rückständig erscheinender Handarbeit zu beobachten war und, dass jedoch die kooperativen Bedingungen und die Verteilung der Erlöse in einer Form religiöser Stiftungen organisiert waren, die in der europäischen Entwicklungsgeschichte nicht vorkamen. Dies war ein wichtiger Beitrag zur Erkenntnis, dass die linearen Entwicklungstheorien nach Marx und den wirtschaftsliberalen Vertretern nicht als Grundlage für eine internationale Zusammenarbeit taugten, diese Theorien mit der ihnen innewohnenden Ignoranz kultureller Differenzen eher eine Legitimation für friedensgefährdende Massnahmen sind.


Lehre / Stadtentwicklung Republik Kapverden

Hochschule der Künste Berlin Mindelo - Kapverdische Inseln Auf Einladung des damaligen Planungsministers der Kapverdischen Republik Jose Brito fand eine 6-wöchige Exkursion der HdK unter Leitung von Rainer W. Ernst statt. Unterstützt wurde er durch den damaligen Exil-Brasilianer und Rechtsanwalt Dr. Alcidino Bittencourt Pereira und den Kollegen Ludwig Leo. In diesem Praxisprojekt war der Frage nachzugehen ob das damals vorliegende Konzept für ein Stadtplanungsgesetz der Realität und den aktuellen Prozessen entsprach. Untersucht wurde diese Frage vor allem am Beispiel von Mindelo, der historisch wichtigsten Hafenstadt. Auf der Basis dieser Arbeit konnten dann Rainer W. Ernst und Dr. Alcidino Bittencourt Pereira ein Gutachten über den Gesetzesentwurf der kapverdischen Regierung zur Verfügung stellen. Die Exkursion und die Arbeit wurden im Auftrag der GTZ und auf der Basis eines Abkommens zwischen der kapverdischen Regierung und der FU, HdK und TU Berlin 1979 durchgeführt.


Lehre / Städtebauliche Entwicklungsperspektiven Marzahn

Kunsthochschule Berlin Weissensee Entwicklungskonzepte Marzahn An verschiedenen Beispielen wurden die Nachurbanisierungsprozesse für Die Plattenbausiedlung Berlin-Marzahn untersucht. In der Ausstellung der verschiedenen Arbeiten wurde der Raum mit dem Grundriss der Gesamtsiedung belegt, man ging auf dem Grundriss der Siedlung, die Modelle schwebten darüber, Erläuterung und Details an der Wand.


Lehre / Vorlesung und Übung TUB




Lehre / Workshop Görlitz

R.W.Ernst 8.11.06 Projektbericht Prolog "Urban Stories - Poetische Momente" des Projektes "Airport International" Vom 18.6.-26.6.06 in Görlitz Veranstalter: Kunsthochschule Berlin Weißensee Künstlerische Leitung: Prof.R.W.Ernst und Wolfgang Krause Beteiligte: 10 Studierende der KHBund 4 Studierende der FH Zittau/Görlitz (Studiengang Kulturmanagement) Kooperanten: Stadt Görlitz G:TM Galerie Entschleunigung - Sebastian Wenger Fachhochschule Zittau/Görlitz, Studiengang Kultur und Management Architekturbüro Kück Geschäftsstelle Kulturstadt Görlitz Ablauf Bis 17.6. Vorbereitung in Berlin und Görlitz, Ankündigung, Konzepte, Herrichtung des Vorortbüros 18.6. Anreise, 18.-22.6 Vorbereitung der poetischen Momente in Görlitz 23.-25.6. Präsentation im Straßenraum; fotografische Arbeiten 26.6. Abreise Die Woche in Görlitz wurde durch eine Vielzahl von Gesprächen vor dem Vorortbüro und täglichen Zeitungsartikel begleitet. Danach Auswertung in Berlin Auswahl der Motive für Postkartenserie Graphische Konzeption Druck Verteilung der Karten erfolgte zu gleichen Teilen an die Stadt Görlitz und die KHB Präsentation der Karten in Görlitz ist noch nicht erfolgt. Fotos und Gestaltung der Postkarten: Jakob Gleisberg


Lehre / Postgradualer Studiengang Raumstrategien KHB

Aus dem Faltblatt, des von R.W.Ernst für die KHB konzipierten und akkreditierten postgradualen Studiengangs Raumstrategien. R.W.Ernst leitete das Anfangsjahr. Auf die laufende Entwicklung des Studiengangs hat er keinen Einfluß mehr. Die Kunsthochschule Berlin-Weißensee startete zum Sommersemester 2007 den postgradualen Masterstudiengang »Raumstrategien. Das zweijährige, kostenpflichtige Studium wendet sich an Absolventen unterschiedlicher Hochschulen, Grenzgänger und Querdenker, die ihre bisherige Erfahrung im künstlerischen Schaffen vertiefen wollen, und endet mit dem Abschluss »Master of Arts. Es soll die Möglichkeit eröffnet werden, Themen zu bearbeiten, die individuelle künstlerische Positionen, aktuelle wissenschaftliche Problemstellungen und gegenwärtige gesellschaftliche Prozesse gleichermaßen berücksichtigen. Die Entwicklung kreativer und kooperativer Fähigkeiten, die der kulturellen Bedeutung des öffentlichen Handelns gerecht werden, ist Kernpunkt der Ausbildung. Die wachsende Bedeutung von disziplinenübergreifender Forschung, die in den letzten Jahrzehnten durch grenzüberschreitende Projekte geprägt worden ist, weist darauf hin, dass zukünftige Entwicklungen in allen Bereichen auch des kulturellen Lebens insbesondere durch die Erhöhung von Komplexität und die Ausleuchtung von Handlungsfeldern zwischen den klassischen Disziplinen zu finden sind. So ist die Herstellung von Medienöffentlichkeit für räumlich relevante Themen zwischen Kunst und Wissenschaft Inhalt des Studiums. Der Studiengang »Raumstrategien ist mit anderen Studiengängen der Kunsthochschule Berlin-Weißensee verzahnt. Ebenso können die Studierenden die für alle Fachrichtungen offenen elf Werkstätten der Kunsthochschule nutzen: Sie bieten einen weiteren Ort des Austausches zwischen den verschiedenen Disziplinen, eine gute Grundlage für interdisziplinäres Arbeiten. Die Ausbildung erfolgt in kleinen, intensiv betreuten Gruppen, die in Teamwork am inhaltlich bestimmten Projekt zusammenarbeiten. Im Mittelpunkt des Studiums steht das Arbeiten in Projekten, durch die Kenntnisse über drei verschiedene Handlungsfelder mit raumstrategischer Bedeutung erschlossen werden: Visualisierung räumlicher Zusammenhänge, Transformation des vorhandenen Raums und Konstruktion des nicht sichtbaren Raums. Im ersten werden räumliche Beziehungsgeflechte analysiert, an welchen sich die Auswirkungen der globalen Entwicklungsdynamik verstehen lassen. Schwer überschaubare materielle und informationelle Prozesse sollen sichtbar gemacht werden: Internationale Arbeitsteilung, Globalisierung von Kapital, Macht, Rohstoffen, Technologie und Konsumgütern, die Zerstörung von natürlichen Ressourcen sowie die gesetzlichen und ökonomischen Regeln, die zur Steuerung dieser Prozesse eingesetzt werden. Im ersten Semester konzentrieren wir uns auf die Prozesse der Baumwollproduktion sowie der Herstellung und des Recycelns von T-Shirts im globalen Zusammenhang.Zweites Handlungsfeld ist die Umdeutung und Transformation von nicht- oder ungenutzten Räumen durch Aneignung und Umnutzung. Der Leerstand von Wohnungen, Büros und sozialen Einrichtungen sowie die Vielzahl unbebauter Grundstücke in erschlossenen Gebieten ist in Berlin ein charakteristisches Merkmal. Hierin ein Potential für die Zukunft und nicht nur ein Problem zu sehen, ist eine der Herausforderungen für die räumliche Entwicklung jeder Stadt. Wir werden uns hierfür vor allem mit ungewöhnlichen Räumen wie der leer stehenden Lokomotivenhalle im Natur-Park des Schöneberger Südgelände beschäftigen. Räume, die künstlerische Imagination für die Zukunft benötigen. Räumliche Konstruktion von unsichtbaren Welten betrifft die Gegenstände und Prozesse aktueller naturwissenschaftlicher Forschung im Molekularbereich. Es sind Forschungen, die auf die Konstruktion räumlicher Modelle angewiesen sind, für die es einer gestalterischen und kommunikativen Kompetenz bedarf. Hier werden wir uns zunächst mit Lernprozessen der menschlichen Zelle auseinandersetzen. Alle Themen werden an realen Aufgaben in Kooperation mit externen Institutionen und den entsprechenden Wissenschaftlern durchgeführt. Die Projektarbeit soll zu Ergebnissen unterschiedlichen Formates führen: Von Projektanträgen bis zu Ausstellungsbeiträgen, öffentlichen Aktionen oder Veröffentlichungsformen auch in Verwendung digitaler Medien. Für die Absolventen des Studiengangs Raumstrategien sollen sich damit neue Arbeitsfelder erschließen, die eine besondere Raum-Kooperationskompetenz erfordern.


Auslandsaktivitäten / Pilotprojekt Salvador/Brasilien




Auslandsaktivitäten / Gesamtverzeichnis

Wichtigste Auslandstätigkeiten - Kurzübersicht Stand September 2007 1971 - 1973 Mitarbeiter beim Aufbau eines Stadt- und Regionalplanungsverbandes der Metropolitanen Region Porto Alegre, Projekt der technischen Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Brasilien, durchgeführt durch die GTZ (Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) 1973 - 1986 Mitglied des Beraterausschusses des BMZ (Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit) und der DSE (Deutsche Stiftung für Internationale entwicklung) zum Thema 'Stadtentwicklung', Gutachter des BMZund der GTZ bei Projekten der technischen Zusammenarbeit in verschiedenen Ländern Lateinamerikas und Afrikas (insbesondere Brasilien, Bolivien, Gambia, Kapverdische Inseln) 1976 - 1982 interdisziplinäre Forschungs- und Lehrprojekte zum interkulturellen Vergleich u.a.: Studienprojekt Bazar Teheran, Stadtrand (urbanizacion marginal) Barcelona, Medina und Souk Beni Mellal Marokko, Historisches Zentrum Salvador/Bahia (Brasilien), Stadtentwicklung Mindelo Kapverdische Inseln 1980 - 1982 Beratung der Stadtverwaltung von Bagdad bei der Altstadterneuerung 1982 - 1984 Leitung eines interdisziplinären und internationalen Forschungsprojektes über Wohnen in städtischen Quartieren - dokumentiert in "Die Stadt in Afrika, Asien und Lateinamerika", 1984 - 1989 sowie in der Ausstellung "Andernorts" (HdkB) als Beitrag zur internationalenBauausstellung und in Zusammenarbeit mit Goethe-Instituten sowie der DSE "Living in cities" engl. Wanderausstellung in über dreissig verschiedenen Goetheinstituten in Afrika, Asien und Lateinamerika, meist verbunden mit entsprechenden Seminaren zum Thema 'Stadterneuerung' 1985 -1987 Vorbereitung und Leitung des Habitat Forum Berlin 1987 Aus Anlaß des Internationalen Jahrs der Menschen in Wohnungsnot; 10tägiger internationaler Kongress mit ca 300 Vertretern von NGO's aus 51 Ländern im Gebäude des Reichstages Berlin; Herausgabe einer Posterserie mit BestPractice Projekten 1985 - 1988 Vorbereitung und Durchführung eines Pilotprojektes zur Revitalisierung des Wohnens im historischen Zentrum von Salvador/Bahia/Brasilien im Auftrag des Habitat Forum Berlin Auswertung des Pilotprojektes zu einer Strategie für die Revitalisierung deshistorischen Zentrums Salvador im Auftrag der GTZ 1990 - 1993 mit Dr. R. Borst, Dr. S. Krätke und G. Nest Forschungsprojekt an der HdK Berlin(Hoschule der Künste): "Stadterneuerung in Afrika, Asien und Lateinamerika"; vergleichende Untersuchung über den Zusammenhang von Wohnen und Arbeiten in innerstädtischen Altstadtquartieren Konzept für den Ausbau einer Ruine in ein Kulturzentrum im historischenZentrum von Salvador/Bahia für Korin Efan 1996 -1997 Seminar und Workshop zur Revitalisierung von alten Stadtteilen im Zentrum von Moskau 1999 - 2001 Mitglied einer internationalen Evaluierungskommission für die Studiengänge Architektur in Portugal, im Auftrag des zuständigen Ministeriums Portugals Seit 2001 In Zusammenarbeit mit FIB (Faculdade Integrada da Bahia) und der Secretaria Municipal do Planejamento, Urbanismo e Meio Ambiente Vorbereitung einer neuen Kunsthochschule) in Salvador 'ADBB' (Arte e Design Berlim Bahia) Seit 2002 Mitwirkung bei dem Forum Berlin-Caracas, auf Einladung des Goethe-InstitutsCaracas und in Zusammenarbeit mit der Stadt Caracas 2002 - 2004 Mit Bela Kunckel Studie über die Transformation des Hafens von Salvador/Bahia als Erweiterungsgebiet für die historische Unterstadt im Auftragder Stadtverwaltung von Salvador Seit 2007 Beratung der kapverdischen Regierung für eine integrierte und nachhaltige touristische Entwicklung der Inseln Boa Vista und Maio Seit 1974 div. Vorträge, Teilnahme an Seminaren, Podiumsdiskussionen, Fernsehsendungen, etc. u.a. in England, Spanien, Brasilien, Kenia, Ägypten, Frankreich, Venezuela, Indien, Portugal, Marokko, Indonesien, Kuba, Russland, Türkei, Äthiopien, Kapverdische Inseln


Trialectics / Trialectic 14, Schwanengeschnetzeltes, Schwerin 2005

LOKALE der Kunsthochschule Berlin Weißensee und der Interessenvertretung Friedrichstr. zu einem performativen Vortrag trialectic Nummer 14 von Prof. Rainer W. Ernst mit Smith&Smart und einer Überraschungsaktion durch Studierende der Bildhauerei am Donnerstag, den 23.6. 05 um 20.00Uhr im ehemaligen Modeladen Friedrichstr.15 in der Schweriner Altstadt: Rede* für eine Akademie: Schweriner Schwanengeschnetzeltes Zur Aufmunterung für eine Akademie in Schwerin genannt NAKA möglicherweise mit Schwanengesängen zum Auskochen, allerdings keine Speisekarte, keine Kochtopfrezepte und keine Einblicke in die Gerüchteküche, zwar mit Texten von Franz Kafka und mit fliegenden Büroklammern, mit Rythmen fragil hoch getürmter Hoffnungen und ein wenig verzweifelter Bemühungen, aber auch mit anderen Gewürzen, jedoch ohne Pfeffersäcke und ohne Kontoauszüge oder andere Indiskretionen Im Anschluss (21.00-23.00Uhr) lädt Smith&Smart zu einer Party ein mit old school hiphop electronics *nicht zu verwechseln mit Ein Bericht für eine Akademie von Franz Kafka


Trialectics / Gesamtverzeichnis

Trialectics Gesamtverzeichnis 1 Die Frau hört sich im Dia-Labyrinth und wieder auch nicht mit Peter Hübner, Dieter Hezel und Ingrid Jäger Multimediainstallation in der TH-Stuttgart u.a.: Stuttgarter Nachrichten 11.2.1966 2 Die erste große Erotisation - Überrot mit hpc waidner,p. dietze, p. hübner TH Stuttgart, 26.1.1967 u.a.: Stuttgarter Zeitung Nr. 22,1967 3 ,Amerika psychodelika mit Peter Hübner Multimediainstallation in der TH Stuttgart, 1968 Ohne Dokumentation 4 Himmelblau jetzt performative Eröffnung der Ausstellung Coop Himmelblau offene Architektur Entwürfe 1980-1984 in der Galerie Aedes 1984 Archiv Aedes 5 Tradition der Städte performativer Vortrag auf dem internationalen Kongress Cidades do Futuro, 1985 in Sao Paulo u.a.: Folha de Sao Paulo, 28.8.1985 6 Gedächtnis und Zukunft der Städte Zyklos einer fünfteiligen performativen Multimediapräsention für ein Seminar organisiert durch Grupo Panorama Sao Paulo 1986 Archiv Ernst 7 Stadtdurchblick 1 Szenischer und musikalischer Vortrag im Museum für moderne Kunst Sao Paulo und in der Ruine des von rechtsradikalen Terroristen angezündeten Theater TUCA der katholischen Universität Sao Paulo 1986; Verschiedene Zeitungsartikel, Archiv Ernst 8 Transformation Erfolgreiche szenische und musikalische Strassenaktion zur Rettung der kleinen Ortskirche von Rio Vermelho Salvador/Bahia in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Salvador 1987; verschiedene Zeitungsberichte 9 Keep moving Rede mit musikalischer Aktion zur Beendigung des Weltkongresses Habitat Forum Berlin im Reichstagsgebäude 1.-10.6. 1987 Ohne Dokumentation 10 Floresta Urbana Total performativer Vortrag auf dem internationalen Kongress Stadt und Regierung in Maringa Brasilien, 1991 u.a. Erstaufführung des Songs cidade hoje glocal Archiv Ernst 11 andernorts lecture performance (r.w.ernst bcl, Texte, Dias, u.a.) mit MaxWell Smart (electronics/tables) und Andreas Liebermeister (action/birimbao) am 28.5.2003 um 22.00 Uhr imausland, Berlin Prenzlauer Bergeigenes Archiv 12 Re-Form rectors lecture (r.w.ernst texte und bcl), performativer Vortrag mit MaxWell Smart (electronic wildstyle) und Thomas Bratzke, Akim Nguyen (Bildhauerei), im Rahmen der Tage der Offenen Tür der KHB 2003 am 13.7. 16.00 und 14.7. 13.00 eigenes Archiv, Magazin 5 der KHB 13 K.nie lecture performance (r.w.ernst Texte, overheads) am 19.6.2004 um 23.00 Uhr in der Hörspielgalerie des Lovelite, Berlin-Friedrichshainim Rahmen von Radio hört hört moderiert v. MaxWell Smart eigenes Archiv 14 Schweriner Schwanengeschnetzeltes lecture performance (r.w.ernst bcl, Texte, Dias) mit smith&smart (turntables) und einer Malaktion von mehreren Studierenden der KHB am 23.6.05 in Schwerin in einem leerstehenden Modeladen im Rahmen des Projektes von Prof. Inge Mahn Lokale 15 Stadt-Raum-Strategie performative Lesung in der Galerie Saraie Berlin mitSmith and Smart am 19.1.2007 Wiederholung am 2.4.07 in der KHB und am 9.5.07 in der Architekturabteilng der TU Cottbus Eigenes Archiv 16 Mein Handapparat Performative Antritts-Präsentation mit Maxwell Smart am 14.6.2008 in der Legienstr. (zukünftiger Standort der Muthesius Kunsthochschule) Im Rahmen des interdisziplinären Symposiums der MKH "HANDhaben" Eigenes Archiv 17 Kommunikation Performative Präsentation zum Hochschulempfang der Landeshauptstadt Kiel mit Birthe Bendixen (Gesang) Am 27.11.2008 im Rathaus der Stadt Kiel Eigenes Archiv


Ausstellungen / andernorts, HdKB 1984

Andernorts, Aspekte städtischen Wohnens in Afrika, Asien und Lateiamerika eine Ausstellung von Rainer W. Ernst und Ludwig Thürmer, Berlin 1984 zum Berichtsjahr 1984 der IBA 1987 veranstaltet durch den Senator für Bau- und Wohnungswesen in Zusammenarbeit mit der Hochschule der Künste Berlin Die Ausstellung bestand aus vier teilen: Überblick über das Ausmaß und die Verbreitung der Verstädterung mit zwei Exkursen über Metropolen (Beispiele Mexiko-Stadt, Kairo und Bangkok) und die Stadt-Land-Verflechtung (Beispiel Ouagadougou/Obervolta) und die Verschiedenheit von Urbanität; Einblick in den Quartiersalltag in Aleppo, Banjul, Salvador und Surabaya; Rückblick auf die Geschichte unseres Vorverständnissesvon Städten des Orients; Sammlung architektonischer Besonderheiten aus verschiedenen Kulturen (Indien, Nepal, Bali, Marokko und Obervolta). An der Erarbeitung des Materials waren nahezu hundert verschiedene Kooperanten aus 21 Ländern beteiligt. Anschliessend reiste die Ausstellung in einer portugiesischen Fassung und dann in einer englischen Fassung in 21 Goetheinstituten


Ausstellungen / Habitat Wandzeitungsserie Building Community - Changing the City

Wandzeitungsserie Changing the City - Building Community Habitat Forum berlin in Zusammenarbeit mit Habitat International Council im Auftrag des Senats von berlin 1987, 26 Wandzeitungen über international ausgesuchte besipielhafte Wohnungsprojekte (19 Projekte ) und typische Stadtentwicklungsprozesse (5 Fallbesipiele), die bestimmte Wohnungsprobleme mit sich bringen.


Ausstellungen / Ausstellungen Gesamtverzeichnis

Ausstellungen Gesamtverzeichnis 1978 "Politische Stadtplanung Barcelona 1859 - 1987" Ausstellung in der Hochschule der Künste Berlin (HdKB), in Zusammenarbeit mit Ludwig Thürmer, im Rahmen der Internationalen Sommerfestspiele 1978 zu den Katalanischen Wochen in Berlin, veranstaltet durch HdKB und Berliner Festwochen 1984 "andernorts - Aspekte städtischen Wohnens in Afrika, Asien undLateinamerika" Ausstellung in der Hochschule der Künste Berlin (HdKB) in Zusammenarbeit mit Ludwig Thürmer aus Anlass des Berichtsjahres 1984 der Internationalen Bauausstellung Berlin, veranstaltet durch HdKB und den Senator für Bau- und Wohnungswesen 1985 - 1991 "Viver na Cidade portugiesische Fassung als Wanderausstellung der Ausstellung "andernorts" in Salvador, Brasilia, Porto Alegre und Sao Paulo in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut; "Living in Cities" englische Fassung der gleichen Ausstellung u.a. in Banjul, Nairobi, Adis Abeba, Kairo, Surabaya und Istanbul; Vorträge, Führungen und Seminare immer in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Goetheinstituten vor Ort; Abschlussveranstaltung 1991 zusammen mit dem Deutschen Werkbund in Frankfurt 1987 Wandzeitungsserie "Habitat Forum Berlin 1987" zusammen mit Ludwig Thürmer im Auftrag des Berliner Senats undin Zusammenarbeit mit HIC (Habitat International Coalition) im Rahmender IBA 87 aus Anllaß des Internationalen Jahrs der Menschen in Wohnungsnot; 26 ausgewählte partizipatorische Projekte zur Bekämpfung der Wohnungsnot aus allen Kontinenten in englischerSprache, in 800 Exemplaren weltweit verteilt, jede Serie enthielt 28 A0 Poster 1990 "Perspektiven durch Verbindungen - Neue Aufgaben für die Stadtentwicklung von Berlin (Ost + West) 1990" mit P. Kaufmann, D. Kuntzsch, B. Multhaup Ausstellung im Werkbund Berlin, im Haus der Architekten, bei der Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen und im Ruhrgebiet 1993 "Ideen für Marzahn" mit O. Akbar u. B. Multhaup Ausstellung der Ergebnisse der Ideenwerkstatt Zukunft der Großsiedlungen - Zukunft von Marzahn, organisiert durch HabitatForum Berlin im Auftrag der Senatsverwaltung für Bau- undWohnungswesen Berlin (Nov 93 in der KHB und im Frühjahr 94 imBerlin-Pavillon) 1995 "Hotel Mittelmeer" mit S.Koppelkamm und G.Nest Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt zum Thema der Verwendung traditioneller maurisch-andalusischer Architekturelemente in der modernen Hotelarchitektur im Maghreb 1999 "Z1 Transformation des Verschwindenden" mit R.Görss, A. Reidemeister, M.Steiner, Ulla und Uwe Walter Ausstellung in der Berliner Volksbank Potsdamer Platz zum Thema Regionale Kunstschule und Kulturlandschaft Rüdersdorf 2000 "A Cidade: Projetos Arquitetonicos" Ausstellung über eigene Arbeiten im Goethe-Institut Salvador/Brasilien 2002 "Fassade Fragile" mit Ingo Fröhlich und Lukas Kühne) Lichtinstallation an einem Altbauin Berlin-Mitte, Ausstellungsbeitrag für die Ausstellung des BDARethinking: Space - Time - Architecture aus Anlass des Weltkongresses der UIA in Berlin 2008 Teilnahme an der Ausstellung der NGBK Berlin pöpp 68 privatöffentlich persönlich politisch,


Forschung & aktuelle Vorträge / Vortrag Hochschultag Kiel 27.11.08

Prof. Rainer W. Ernst Hochschulstadt Kiel 27.11.08 im Rathaus der Stadt Kiel zum Hochschulempfang Sehr geehrte Stadtpräsidentin und sehr geehrte Oberbürgermeisterin zunächst direkt an Sie einen besonderen Dank für die Einladung das Podium, das für Sie Instrument Ihrer Alltags-Arbeit ist, dieses Podium mir heute kurz auszuleihen. Sehr geehrte Honoratioren der Stadt, Sehr geehrte Vertreter und Vertreterinnen dieses Hauses und anderer wichtiger Häuser in dieser Stadt Liebe Kolleginnen und Kollegen sowie Studierende der Hochschulen dieser Stadt Sehr verehrte Gäste Es ist mir eine Ehre Ihnen üb er meine ersten Beobachtungen und Gedanken über die Hochschulstadt Kiel an diesem Ort heute berichten zu können. Ihre zahlreiche Neugier, wenn ich dies so interpretieren darf, macht mich eher verlegen, bin ich doch gerade mal ein halbes Jahr in Kiel tätig. Noch lange kenne ich nicht alle Stadtteile, alle wichtigen Personen, die speziellen Umgangsformen mit dem Instrument der Vernebelung in Kiel respektive in Schleswig Holstein, In Berlin muss man sich als öffentliche Person sehr schnell daran gewöhnen, dass man - so wie man sich rührt - sofort mit Informationen versorgt wird, mit intrigantem Material bombardiertwird, verbale Giftpfeilen aus verschiedenen Richtungen lassen nicht lange auf sich warten, einen sozusagen bleifreien Diskursraum, sofern er Bedeutung haben könnte, gibt es dort nicht. Darauf wurdeauch ich trainiert, habe dies auch ganz gut bewältigt, sonst könnte ich heute hier nicht so unversehrt vor Ihnen stehen, wobei ich nicht unerwähnt lassen will, dass sich dabei der praktische Nutzen von kunfuzianische Weisheiten meines früheren indonesischen Assistenten sich für mich in diesem Zusammenhang als überaus nützlich erwiesen haben. Hier in Kiel dagegen erscheint es mir eher umgekehrt, es gib eine ausgeglichene Freundlichkeit, die harten facts bleiben zunächst meist im Nebel, so manche Funktionsweise erschliesst sich erst allmählich oder kommt als normative Regelung plötzlich angeflogen, Einwände, Informationen zum Verstehen kommen zögerlich, später, dafür bin ich einer scharf formulierten Kritik bislang nicht begegnet, wenn man von den aktuellen Schreiben der CAU zum Denkmalschutz und vorgestern zum Hochschulvertrag absieht. Diese beiden Vorgänge scheinen ungewöhnlichuntypischzu sein, es herrscht wohl höchster Alarm. Dies ist nun eine Angelegenheit die den Landesminister eher betrifft, daher will ich Sie damit nicht weiter konfrontieren. Auf die Denkmalschutzangelegenheitmuss ich allerdings zurückkommen, da hiervon die städtebauliche Entwicklung der Stadt betroffen ist. Zunächst, Sie haben ihn gehört den munteren Marketingslogan der Stadt Kiel "Sailing city", als Song gelungen ohne Zweifel, Zu der damit angesungenenMarketingstrategie muss ich jedoch gerade aus der Sicht der Hochschulen etwas anmerken. Doch erstmal möchte ich Ihnen den Ausgangspunkt der Betrachtung vorstellen: Für mich als Architekt und Stadtplaner und als langjähriger Hochschullehrer - die Hälfte meines bisherigen Lebens - sind Hochschulen, Universitäten, Kunsthochschulen, Akademien und Fachhochschulen nicht nur als bedeutsame Elemente unserer Zivilgesellschaft und als Motor unserer Wissensgesellschaft zu bewahren und weiter zu entwickeln, sondern sie sind auch als integraler Teil unserer Stadtgesellschaften zu verstehen. Somit erlauben Sie mir einen dreifachen Blick nicht auf die Vergangenheit sondern auf die Gegenwart und teilweise mögliche Zukunft von Kiel als Hochschulstadt zu skizzieren: 1. als Besucher, als Flaneur und angehender Bürger dieser Stadt 2. als Präsident der Muthesius-Kunsthochschule und 3. als Architekt und Stadtplaner Also In Stichworten: Zur ersten Sicht; Ankunft am Bahnhof , Einkaufsstrasse und Förde sind sofort bemerkbar, die Halbruine des Parkhauses merkwürdig ungelöst, ein Minuspunkt, abver links oder rechts drängt sich Leben auf, der rückwärtige Stadtteil ist nicht spürbar, aber rechts wir sind an der Förde, der frische Wind , die Schiffe, die Fußgängerbrücke, mehr als ein Pluspunkt, auf dem Weg zur Kunsthochschule rechts die bombastischen Schiffe, links öffnet sich die Stadt plötzlich wunderbar, eine kurze Schmutzstrecke wohl ein Überbleibsel des Hafens, rechts ein schöner Neubau, ein Museum, links das Hybrid Schloss, Stirnrunzeln, Hotel, Grünanlage, abends an der Förde,dort dann wieder Pluspunkte, vorher eine Schleife zurück in die Stadt über den kleinen Kiel wieder ein Pluspunkt, das Rathaus wieder ein Pluspunkt, zurück zum alten Markt, was ist das denn, tief gelegte Konsumvitrinen, versperren den kirchlich geprägten Stadtraum, merkwürdig mehr als ein Minuspunkt, hoffentlich wird dieser städtebauliche Unfall nicht auch unter Denkmalschutz gestellt, sonst noch Reste von Altstadtcharme spürbar, Pluspunkt,die Reste der Altstadtquartiere entdecke ich erst später, lohnt sich, auf der Suche nach einer brauchbaren kleinen Wohnung in der Nähe der Kunsthochschule entdecke ich einen übrig gebliebenen Teil im langen Segen, meine Atelierbude, aber ein Loft um gänzlich hierher zu ziehen, nichts; eine großzügige Altbauwohnung mit Blick auf die Förde nichts, bislang, aber wo sind die Studierenden, jede 10. Person in der Stadt müsste ein Studierender der Hochschulen sein, wo sind die Treffpunkte, nach sechs Monaten magere Ausbeute. Zur zweiten Sicht Gott sei dank die Planung des neuen Campus ist wieder in Gang gebracht, hier das Modell, die Planung läuft mit dichter Kommunikation, das Architekturbüro Schmieder und Dau als Treibriemen, immer wieder fruchtbare Weiterentwicklungsgespräche, kreativ, erfreulich, Optimismus in der Hochschule und bei allen beteiligten Institutionen, die akute Raumnot indessen bleibt ein riesiges Problem, geeignete Räume auch als Zwischennutzung, nichts, Fehlanzeige, ehemals vorhandene Potentiale abgerissen, Platz für junge Stadt-Pioniere nichts, Gelder für z.B. Kunstaktionen im Stadtraum nichts. Dass es aber so ein Projekt wie Radius hier gibt, Donnerwetter, Respekt, Hochachtung, meine Begeleitung dieses Projektes wird jedoch sehr schmal, Termine, Termine, und hin und wieder auch eine Fahrt nach Berlin, noch Altlasten und vor allem die Familie rufen. Trotzdem wunderbare Kooperationen mit den Hochschulen insbesondere mit dem Excellenzcluster Future Ocean der CAU, als Symbol hierfür steht der Globus, ein gemeinsames Produkt schon mehrfach genutzt, eine mögliche Kooperation mit dem anderen Excellenzcluster 'Inflamation' ist in den Anfangsgesprächen, dies sind Chancen mit den Besten in Deutschland ergänzt um internationale Gäste an besonders aktuellen Themen zu arbeiten. Das Meer als Basiselement globaler Bedingungen und das Verstehen der Funktionsweise des menschlichen Körpers als nach wie vor die existenzielle Herausforderung. Mit der Fachhochschule gibt es technologische Anknüpfungen und natürlich mit allen rundum den Mediendom um es etwas simpel auszudrücken.Die Kooperationen mit dem Kommunalen Kino, wichtig hier die Filmwerkstatt mit ihrem überregionalen und internationalen Netzwerk, mit der Stadtgalerie, der Kunsthalle, oder auch mit Kunstraum B und anderen Initiativen ergeben eine differenzierte Arbeitsfolie, an der es nichts zu meckern gibt. Chancen, Perspektiven sind vorhanden. Weitere Kooperationen könnten möglich sein mit den weit über Kiel hinaus im guten Ruf stehenden Theater und der Oper zum Beispiel, mit den Museen, usw. Dies übersteigt eher unsere Möglichkeiten der Muthesius Kunsthochschule, aber das Ärgernis der fehlenden Räume bleibt, und die zweite Merkwürdigkeit, dass nahezu fast alle Studierenden nach Abschluss des Studiums Kiel und SH verlassen und nur eine sehr geringe Zahl kommt zurück. Woran liegt dies. Es müssen mehr Entwicklungsmöglichkeiten geboten werden, auf gehobenerem Niveau wird hier schon einiges getan, Kiel muss aber vor allem die Pioniere hier halten und herholen. Dazu braucht es nicht hochwertige Immobilien, sondern andere Bedingungen. Das ungelöste Thema einer effizienten und sinnvollen Kunstlehrerausbildung ist ein anderes Dauerthema, das nur hier am Rande erwähnt sein soll. Sie verzeihen viele andere wichtige Kooperationspartner habe ich nicht erwähnt, wenn sie aber die Wirtschaftskraft und die direkt und indirekt Beschäftigtenzahlen aller Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen incl. dem Leibnizinstitut, dem Universitätsklinikum und der Wirtschaftsakademie zusammenzählen, werden sie merken, dass dies der weitaus wichtigste Bereich innerhalb des Dienstleistungssektors der Stadt Kiel darstellen. Leider habe ich nicht alle Zahlen zusammenbekommen, hätte Ihnen dies gerne vorgerechnet. Die Informationen, die ich von der Stadt Kiel herausfinden konnte, haben diesen Umstand nicht erkennen lassen. Eine Arbeit, die es vielleicht gibt, ansonsten schnellsten nachgeholt werden müsste, um auch eine rationale Begründung für die strategische Notwendigkeit zu haben, Stadtentwicklungskonzepte zu erarbeiten, die genau diese Potentiale besser entfalten lassen könnten. Aus der dritten Sicht als Architekt und Stadtplaner werde ich exemplarisch noch ein Thema das Thema Denkmalpflege aufgreifen, lediglich eine Bemerkung, die drei Hochschulen und die Wirtschaftakademie haben jeden ihren eigenen Campus mit unterschiedlicher Größe. Alle scheinen über genügend Entwicklungspotentiale zu verfügen, die Muthesius Kunsthochschule erst mit dem neuen Campus. Der neue Campus der Fachschule auf der anderen Seite der Förde ist sicher stadtpolitisch eine kluge Entscheidung. Die Mündung der Schwentine ist ein hervorragendes Entwicklungsgebiet. Allerdings ist die Anbindung noch kläglich. Als wasser bewusste Stadt - wir haben ja den Slogansong gehört - wäre es doch wünschenswert wenn ernsthafte Bemühungen unternommen würden, die Verbindung über Wasser mit einem kleinen Elektro/Solartaxi regelmäßig auch an den Wochenenden und zu späterer Stunde zu ermöglichen. Sie sehen, und diese Einblicke sind durch verschiedene Gespräche mit in Kiel schon lange Tätigen bestätigt worden, es gibt einiges in Sachen Attraktivität von Kiel und der Weiterentwicklung der Potentiale zu tun. Ich will überhaupt nicht anmaßend aber kann es mir nicht verkneifen zu dem hier präsentierten Kielimage 'Sailing City' etwas anzumerken. Nun der Slogan ist wörtlich genommen populär sehr verständlich, real wiedererkennbar, also nicht falsch, jedoch als konkretes Bild sehr reduziert, es erscheint gerade eher selbstgenügsam denn dies gibt es ja alles schon, sei denn, man versteht dieses Bildmetaphorisch auszudeuten: Eine segelnde Stadt. Klingt auf alle Fälle interessant und ist sogar poetisch oder auch mit vielfältigen Bildern aufladbar. Mannschaften, High-tech, low-tech, Pioniergeist, erneuerbare Energien, immer voran, mit der Natur verbunden, weite Horizonte, Schieflagen riskierend bewältigen, den Ausgangspunkt nicht vergessen, die Seile nicht aus der Hand geben, sich konzentrieren, genießen, etwas hinter sich lassen, preiswerte Ateliers zur Verfügung haben, jungen Leuten Existenzgründungsmöglichkeiten schaffen, neue Pionier der verschiedensten Wissenschaften anziehen, die Potentiale der Hochschulen für die Einwohner stärker nutzen, etc. etc. Ist es aber dann nicht vielleicht sehr wirksam und sinnvoll die metaphorischen Interpretationsmöglichkeiten mit wieder erkennbaren Potentialen, Leistungen, Qualitäten zu beschreiben. Die Hochschulen finden sich hier noch nicht richtig wieder, eher sogar unter falscher Flagge segelnd. Na gut, es war nur ein versöhnlicher Versuch, Hinweise zu liefern, in der Kunsthochschule wird es sicher Lehrende und Studierende geben, die vielleicht mit Freude sich damit auseinandersetzen. Aber noch ein Thema, was mich unter den drei genannten Blicken momentan hier bewegt: Erstaunt war ich, als ich unlängst in den Kieler Nachrichtenlesen konnte, dass quasi der ganze Campus der CAU unter Denkmalschutz gestellt werden soll, und kurze Zeit später dies offensichtlich vollzogen wurde. Da klar war, dass dies kein Aprilscherz war, sondern sogar gemeint war, dass damit der Anreiz für qualifizierte Professoren an die CAU zu kommen erhöht würde, so in den Kieler Nachrichten zu lesen, so drängte sich das Thema auf. Dies hat mir keine Ruhe gelassen, wie ist dies möglich. War mir hier etwas von der hier behaupteten einzigartigen Bedeutung tatsächlich entgangen,oder wird hier in Schleswig Holstein Denkmalschutz immer noch als normative Verordnung, als polzeiwirksame Anordnung durch die Obrigkeit verstanden. Ich wollte es wissen. Ich führte einige Gespräche, besorgte mir Unterlagen und führte unter sachkundigem Geleit Besichtigungen durch. Natürlich ist dies in der Kürze der Zeit keine denkmalpflegerische Recherche von mir, da ich jedoch ein wenig davon verstehe, erlaube ich mir einen kurzen Kommentar dazu. Ich habe zum Beispiel für ein von mir initiiertes und geplantes Projekt - den Museumspark Baustoffindustrie in Rüdersdorf Mitte der neunziger Jahre die silberne Halbkugel des Deutschen Denkmalpreises erhalten oder in einem anderen Projekt - die von mir geplanten und realisierten Erweiterungen der Kunsthochschule Berlin Weißensee - sind in Abstimmung mit der Denkmalpflege im denkmalgeschützten Ensemble Kunsthochschule modern aber in räumlicher und farblicher Korrespondenz zum historischen Ensemble aus den fünfziger Jahren der DDR erfolgreich durchgeführt worden. Dies nur als Andeutung für die Legimitation mich hier über den Denkmalschutz zum CAU-Campus zu äußern. Zunächst Fragen? Gab es ein Symposium zu Thema Campus CAU, gab es eine Ausstellung darüber, gab es eine besondere Publikation, gab es ein Abstimmung zwischen Entwicklungsplan der CAU und den denkmalpflegerischen Strategien, offensichtlich nichts dergleichen. Denkmalpflege ist eine öffentliche Angelegenheit, sie betrifft unser kulturelles Gedächtnis, doch das Gedächtnis der Stadt - dies war der Titel von Standardvorlesungen von m ir - hat immer zwei Seiten. Die Artefakte bzw. Spuren der Geschichte einerseits und anderseits die Gedächtnisse in den Köpfen der Menschen. Daher ist es längst Standard auch in Bundesrepublik Deutschland geworden, dass Maßnahmen zum Denkmalschutz durch öffentlich wirksame Maßnahmen vorbereitet, begleitet und dokumentiert werden. Der beste Denkmalschutz ist der pflegliche Umgang, und die öffentliche Wertschätzung, dazu muss man Bescheid wissen. Denkmalschutz entsteht nicht durch Einhaltung von Gesetzen, sicher gibt es Fälle wo eine Notmassnahme notwendig ist, so ist durch meine Mitwirkung das international bekannte Kunst- und Kulturzentrum Tacheles in Berlin 1990nur durch eine sofortige unter Denkmalsetzung vor dem kompletten Abriss, der von der damaligen zuständigen DDR-Behörde schon im Gang war, gerettet worden, Aber gibt es diesen Notfall hier, sicher Kiel kann sich nicht rühmen in der Vergangenheit die Abrissbirne sehr behutsam eingesetzt zu haben, vieles was die Bomben übrig gelassen haben, und vielleicht brauchbar wäre oder gar zu einem besonderen Charme entwickelbar gewesen wäre, steht nicht mehr. aber trotzdem, warum den Denkmalschutz für den Campus der CAU, mit einer weitest gehenden mediokren Architektur, für einen angeblichen besonders gestalteten Feiraum , der zum größten Teil nichts anderes ist als Abstandsfläche oder zufällig entstandene Restfläche zwischen pragmatisch lokalisierten Einzelbauten und Altbauten. Meine Güte was ist das für ein banales Hochhaus in Konstruktion, Grundriss und Fassadengliederung, die Aussicht oben aus dem Saal ist das Beste, aber jedes Hochhaus hat eine besondere Aussicht. I ich will hier lieber nicht weiter ins Detail gehen, aber soll diese Denkmaldeklarationnicht zur absolut für Kiel schädlichen Posse geraten, empfehle ich dringend Versäumtes nachzuholen, die Verordnung sollte schnellstmöglich um einen relativierenden Vorbehalt ergänzt, Kommunkationsbereitschaft damit zu signalisieren, die Kommunikation zu intensivieren auch vielleicht unter Einbeziehung auswärtiger Experten, ich bin mir sicher, dass dann dieser Paukenschlagnicht als drohender Kanonenschuss in den Gedächtnissen haften bleibt, sondern der Startschuss war für ein Entwicklungskonzept für den CAU-Campus, das der Öffentlichkeit auch über Kiel hinaus in bemerkenswerter Weise denkmalpflegerische Belange mit modernen Erfordernissen vereint, dies verlangt besondere Anstrengungen, aber erlaubt dann einen Campus zu entwickeln, auf das das Land und die Stadt stolz sein könnten. Dies ist alles eine Frage der Gestaltung von Kommunikation und Abstimmung von Energien. Zur Unterstreichung des Themas Kommunikation habe ich eine Überraschung für sie vorbereitet. Ich habe die Sängerin Birthe Bendixen, aus der Gegend stammend, nun in Berlin zu Hause, sofern sie nicht zu Konzerten oder Performances unterwegs ist, eingeladen. Folie Birthe Bendixen hat nach einer Banklehre in Kiel in Bremen und Hamburg Gesang und Musiktheorie studiert, aber bald darauf begonnen auch im internationalen Kontext ihr musikalisches Format und ihre improvisatorischen Fähigkeiten zu erweitern. Dabei kam es zu Arbeitsbegegnungen mit Torsten Müller, Fred Frith, Shelly Hirsch, Meredith Monk, Marina Abramovic, H.P. Kuhn, Ulrike Grossarth und anderen. Sie ist als Konzertsängerin mit eigenem Liedprogramm tätig und hat eigene Opernprojekte durchgeführt. Kennen gelernt habe ich Birthe Bendixen zunächst durch ihre Mitwirkung bei einer Inszenierung meiner Frau Ingrid L. Ernst an der Bauhaus-Bühne in Dessau. Von meiner Frau übrigens einen Gruß an alle, die sie kennen, eine sehr heftige hat ihr Kommen verhindert. Nun begrüßen wir Birthe Bendixen Anschließend Musikperformance zum Thema Kommunikation


Forschung & aktuelle Vorträge / Gesamtverzeichnis

Wichtigste Forschungsarbeiten Übersicht 1970-1971 Mit Wilhelm f. Schraeder, 'Computergestützte thematische Kartografie' Auf der Grundlage eines informationsheoretischen Ansatzes wurde an Hand praktischen Besipiele der Aussagewert von computergestützten Karten untersucht. Dokumentiert im Selbstverlag 1974-1975 Mit Unterstützung durch Siegfried Stein (Informatiker) in Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsamt Bochum 'Erreichbarkeitsanlyse Bochum' Es wurde ein Programm entwickelt und in die Verwaltungsstruktur implementiert, durch das die Veränderung des Transportaufwands der Bevölkerung bei Entscheidungen über Standorte für Wohn-, Infrastruktur- und Verkehrsprojekten berechnet werden konnte. Dieses Programm wurde mehr als 20 Jahre zurUnterstützung von entsprechenden Entscheidungen im Stadtparlament angewandt. Dokumentiert in der Veröffentlichungsreihe der Stadt Bochum (s.Veröffentlichungsliste) 1975 Projektarbeit als Studienform An der Abteilung Raumplanung der Universität Dortmund wurde das Projektstudium als eine besondere realitätsnahe Studienform ausprobiert und reflektiert. Als Ergebnis davon wurde ein Projektzentrum an der Abteilung eingerichtet (s.Veröffentlichungsliste) 1977/78 Politische Stadtplanung in Barcelona 1859-1978 Zusammen mit G.U.Heinemann und C.v.Strempel wurde am Beispiel von Barcelona die Auswirkung der politischen Veränderungen auf die Stadtentwicklungsplanung untersucht und in einer Ausstellung und Dokumentation veröffentlicht. (s.Veröffentlichungsliste) 1982/1987 Interkultureller Vergleich In Zusammenarbeit mit Ethnologen und Soziologen wurde an verschiedenen Beispielen der regionale kulturelle sowie der koloniale/globale Einfluss auf historische Stadtquartiere im Vergleich untersucht und in verschiedenen Ausstellungen und Publikationen veröffentlicht. (s.Veröffentlichungsliste) 1990-1993 mit Dr. Borst, Dr. S. Krätke und G. Nest im Arbeitsbereich "Stadterneuerung in Afrika, Asien und Lateinamerika" Durchführung des Projektes "Arbeitsplätze und Lokale Ökonomie" (Abschluss Herbst 93), Veröffentlichung: "Arbeiten und Wohnen im städtischen Quartier, zum Verständnis der Stadt im interkulturellen Vergleich", mit Fallstudien aus Ägypten, Brasilien, Gambia, Indien, Indonesien, Frankreich, Kenia, Mexiko, Ungarn, USA und Venezuela; verschiedene Vorträge (s.Veröffentlichungsliste) 1990-1993 "Umdeutungen des Raumes durch Überlebensstrategien in Salvador/Bahia", teilweise veröffentlicht (s.Veröffentlichungsliste) 1992-1994 Städtebauliche Entwicklung großer Neubausiedlungen in den neuen Bundesländern "Urbanisierung der Wohnsiedlung Greifswalder Straße (Berlin-Prenzlauer Berg) Büro Ernst und Multhaup im Auftrag des Landes Berlin mit Bundesmitteln Juni 92 - Mai 94 (s.Veröffentlichungsliste) 2004-2006 Vorbereitung einer Veröffentlichung 'Stadt Raum Strategie', Sammlung von Lektionen, Beobachtungen, Reflexionen und Befindlichkeiten zum Diskurs über Stadt veröffentlicht als Taschenbuch 'Stadt Raum Strategie' (s.Veröffentlichungsliste)


Aktuelle Interviews & Sonstiges / Kataster der Patenschaften für die Oderberger Strasse- Interview

Kataster der Patenschaften - Interview Die Oderberger Straße liegt im Berliner Szenebezirk Prenzlauer Berg. Im Sommer gleicht die Straße einem Garten. Die Biotope der Laden -, Cafébetreiber und Anwohner wuchern in Kübeln, Kisten und mit kleinen Steinmauern umfriedeten Beeten auf den breiten Bürgersteigen. Überall sind Lese- und Party- Plätze in das Grün installiert. Die Bewohner der Oderberger Straße haben sich ein Umfeld geschaffen, das ihren Lebensstil repräsentiert und andere daran teilhaben lässt. Jetzt sollen die holprigen, noch aus DDR-Tagen stammenden Bürgersteige auf Westniveau geklopft werden. In zwei Jahren werden Bagger anrücken. Politiker ordneten an, das Grünzeug zu beseitigen. Doch die Bürgerinitiative BIOS (Abk. für Bürgerinitiative Oderberger Straße) verteidigte die selbst kreierten Gärten und Plätze gegenüber den Plänen des Bezirksamts. Mit Erfolg. Damit sie auch in Zukunft ihre Straße mit gestalten können, schlägt der Architekt Professor Rainer W. Ernst, Leiter des Beratungsausschusses Kunst des Berliner Senats, vor, die Straße unter das Copyright der Anwohner und Gewerbetreibenden zu stellen. Ein Gespräch über einen Präzedenzfall, der an alte Traditionen knüpft, über bürgerschaftliches Engagement hier und anderswo, einst und heute. Professor Ernst, wie entstand die Idee des Copyright für die Oderberger Straße? R.W.Ernst: Ich leite den Masterstudiengang "Raumstrategien" an der Kunsthochschule Weissensee und so kam es, dass Wolfgang Krause, ein Künstler und Dozent an der Hochschule, der in der Oderberger Straße wohnt und im Kiez schon viele Kunstaktionen organisiert hat, mich zu einem Treffen der Bürgerinitiative BIOS mitnahm. Der Fall hat mich sofort elektrisiert. Das hat es ja noch nie gegeben, dass der von den Anwohnern geschaffene Bestand in die weitere Planung einfließen wird. Jetzt geht es darum, das Vorhandene zu ergänzen, auch zu verbessern. Die Idee des Copyright entwickelte sich dann im Gespräch. Damit die Rolle der Bürger zukünftig nicht nur darin besteht, die Vorschläge anderer zu kommentieren oder Wünsche in einem Kummerkasten abzuliefern, ist der Gedanke des Copyright ein wichtiges Argument. Er bedeutet, dass die Bürgerinitiative BIOS das Recht bekommt, zu entscheiden, was in Zukunft mit der Straße passiert. Die Idee des Copyright ist einfach die Anwendung eines Prinzips, in dem sich die Anerkennung für etwas, das gemacht wurde, ausdrückt, so dass sich bestimmte Regeln der Verfügbarkeit daraus ableiten. Wo kämen wir denn stadtplanerisch hin, wenn das jeder machen würde? R.W.Ernst: Dieser Fall könnte andere Bürger ermuntern, ähnliches zu schaffen. Warum nicht? Man kann natürlich kein Urheberrecht beanspruchen, wenn man irgendwo einen Baum im Kübel hinstellt. Das Geschaffene müsste einen Wert darstellen, ähnlich dem in der Oderberger Straße. Das viel Aufregendere ist die Idee, ein Kataster der Patenschaften zu erstellen. Wir streben jetzt Verträge zwischen den Bürgern und dem Senat von Berlin an, in denen Räume und Paten vereinbart werden. Alles, was in diesen Räumen geschieht, ist dann urheberrechtliches Eigentum derer, die es geschaffen haben. Man muss ja nicht gleich das ganze Stadtgebiet mit einem Kataster der Patenschaften überziehen, das dann gar nicht ausgefüllt wird, aber es wäre erstmalig eine institutionelle Gegebenheit, die das Engagement der Bürger erleichtert. An der UdK haben Sie Anfang der Neunziger Jahre den Studienschwerpunkt "Bau und Stadtentwicklung in außereuropäischen Kulturen" initiiert und zu diesem Thema einige Aufsätze publiziert. Hat es andernorts schon diesen Fall gegeben, dass Bürger ihre eigene Straße gestalteten und ihre Arbeit öffentlich anerkannt wurde? R.W.Ernst: Das hat es in einigen Armenvierteln in Lateinamerika und Asien gegeben. Man hat diese Viertel verbessert und sie von vornherein mit den Leuten gemeinsam gestaltet, in ganz unterschiedlichen Prozeduren, unter verschiedenartigen Beteiligungen aber auch soweit, dass sie weitgehend von den Bewohnern selbst gestaltet wurden, natürlich wurden sie dabei beraten. Selbstverständlich haben die Bewohner das dann als ihr eigenes Produkt angesehen. In diesem Fall ging die Initiative doch sicher von den Stadtplanern aus. R.W.Ernst: Das ist richtig. Dahinter standen soziale Überlegungen. In der Vergangenheit hatte man oft nicht verstanden, wie die Menschen sich organisieren, Gepflogenheiten, die man nicht kannte, wurden negiert und verletzt. Das schuf Aggressionen. Die Mitgestaltung sollte esden Anwohnern erleichtern, Verantwortung zu übernehmen. Mir fällt ein anderes Beispiel aus Europa ein, dass dem in der Oderberger Straße ähnelt. Nach dem Tod Francos wurden die öffentlichen Plätze und Grünanlagen Barcelonas unter Mitwirkung aller Bürger gestaltet. Diese Gestaltung erlangte große internationale Beachtung. Wie wurde diese Bürgerbeteiligung in Barcelona organisiert? R.W.Ernst: Nach dem Tod Francos wurden sämtliche Bürgerschaftsvereine der Stadt aufgefordert, ihre Ideen zur Gestaltung abzugeben. Wurden die Vereine mit diesem Ziel gegründet? R.W.Ernst: Nein, es hatte sie schon vorher gegeben. Während der Franco-Diktatur waren sie unter anderem eine Art Kontrollelement, obwohl die Repräsentanten von den Anwohnern gewählt wurden. Die Bürgerschaftsvereine waren da und man befand sich in einer Ausnahmesituation. Also nutzte man diese Struktur. In einer Turnhalle wurden alle Entwürfe und Wünsche der Bürger auf einen Tisch gebracht. Es waren die verrücktesten Ideen darunter. Ist das nicht ein Alptraum für jeden Stadtplaner, sich einer Turnhalle vol von einander widersprechenden Entwürfen gegenüber zu sehen? R.W.Ernst: Ganz und gar nicht. Alles selbst entwerfen ist gut und schön, doch es ist auch eine Art Anmaßung, eine Diktatur gegenüber Dritten. Um eine Kenntnis der realen Lebensabläufe zu bekommen, muss man mit den Leuten sprechen. Bürger, Anwohner finden nicht in jedem Fall von sich aus die richtigen Lösungsansätze. Das ist eben das Spannende an diesem kommunikativen Prozess, man ist leitend tätig, doch anders, eher als eine Art Moderator, man gibt einen Rat, unterbreitet Vorschläge. Natürlich ist Vertrauen eine Voraussetzung, um so arbeiten zu können. Wir haben auch in Berlin eine Wohnsiedlung in einem solchen Dialog mit den zukünftigen Bewohnern gestaltet. Auf diese Weise wurde die gestalterische Grundlage für eine Plattensiedlung erarbeitet. Letztendlich hat Stadtplanung mit Bürgerbeteiligung in Europa eine Tradition. Die ersten freien Bürgerstädte im Mittelalter wurden ja auch von der Gemeinschaft der Bewohner gestaltet. Dann geht man in der Oderberger Straße jetzt "back to the roots" der ersten europäischen Städte? R.W.Ernst: In gewissem Sinn schon. Natürlich kann man die damaligen Gesellschaftsverhältnisse nicht mit denen heute vergleichen. Damals waren es die Hausbesitzer, Unternehmer und Produzenten, die "Stadt" schufen. Und auch die Stadt im Sinne der "freien Stadt" gibt es ja nicht mehr. Mit dem Entstehen der Territorialstaaten zu Beginn des Barock verloren die Freien Städte ihre Rechte. Städte sind heute bloße Verwaltungsbezirke. Man muss auch berücksichtigen, dass es in Deutschland lange Zeit überhaupt keine Bürgerinitiativen gegeben hat. Das begann erst in den Siebzigerjahren. Sie entstanden zunächst aus Protest gegen Abriss und Autobahnplanungen, in den achtziger Jahren belebt durch die alternative Bewegung. Wie sehen Sie die Zukunft dieses bürgerschaftlichen Engagements? R.W.Ernst: Interessanterweise haben sich die staatlichen Möglichkeiten für bürgerschaftliches Engagement immer noch nicht verändert. Das wird am Fall der Oderberger Straße deutlich. Die Bürgerinitiative muss sich jetzt mit Ämtern und Politikern auseinandersetzen, ein Dialog-Prozess, der gut strukturiert werden muss. Glücklicherweise haben wir noch etwas Zeit, denn die Bauarbeiten sollen ja erst 2009 beginnen. Jetzt geht es darum, rechtliche Instrumente wie das Kataster der Patenschaften oder Urheberrechte zu entwickeln, staatliche Möglichkeiten für ein bürgerschaftliches Engagement in der modernen Großstadt. Ich halte das für dringend notwendig, denn vom bürgerschaftlichen Engagement wird sehr viel Lebensqualität in der Zukunft abhängen. Allmählich bildet sich in Deutschland ein Bewusstsein dafür.


Aktuelle Interviews & Sonstiges / Aktivitäten im Habitat Forum

Habitat Forum Berlin 1988-1998 als Gesellschafter und Geschäftsführer Projekt Altstadterneuerung Pilotprojekt Salvador abgeschlossen, Dokumentation liegt vor; ein darauf aufbauendes Konzept für eine umfassende Kooperation mit der Stadtverwaltung und Entwicklungsbanken liegt vor. Ausstellung "Living in Cities" Betreuung in Salvador, Sao Paulo, Porto Alegre, Brasilia, Banjul, Nairobi, Adis Abeba, Kairo, Surabaya und Istanbul Vorträge, Führungen, begleitende Seminare Abschlußveranstaltung in Frankfurt Wandzeitungsserie Veranstaltungen dazu in Kairo, Deutscher Werkbund Frankfurt "Changing the City - (zum Welt Habitat Tag), HdKB Hamburg (Juni 89), Building Community" Weimar, New York und Salvador (Brasilien) Seminare Teilnahme am IKAS-Kongress in Havanna (Leitung der Arbeitsgruppe "Stadterneuerung) Vorbereitung und Durchführung eines Seminars in Zusammenarbeit mit der DSE "Stadterneuerung in Lateinamerika" (April 89) Vorbereitung und Leitung eines Seminars in Zusammenarbeit mit Goethe Institut, GTZ und S.T.E.R.N. zum Thema Erfahrungsaustausch zwischen Kairo und Berlin zum Thema Stadterneuerung Vorbereitung einer Arbeitssitzung von HIC (Dachverband der nichtstaatlichen Organisationen, die im Wohnungssektor tätig sind) zum Thema "Housing as a Human Right" im Rahmen des Trialog-Kongresses "Sustainable Habitat on an Urbanized Planet ?" Mitwirkung bei dem UN-Kongreß "World Congres of Local Governement for a sustainable Future" in New York Teilnahme am Internationalen Urbanismus Kongreß in Maringa (Brasilien) auf Einladung von Oscar Niemeyer Leitung des Vistara-Seminars, Gedankenaustausch zwischen indischen und deutschen Architekten zum Thema "Moderne und Tradition" im Deutschen Werkbund Frankfurt im Auftrag des Hauses der Kulturen der Welt Berlin, Veröffentlichung in "Werk und Zeit" und "Der Architekt" Vorbereitung und Durchführung der Ideenwerkstatt "Zukunft der Großsiedlungen - Zukunft von Marzahn (Ausstellung und Veröffentlichung) Veröffentlichungen englischsprachige Dokumentation der Ausstellung "Living in Cities" Internationalisierung versus Lokalisierung in Werk und Zeit 3.Quartal 1991 Working and Living in Cities, Ausstellung mit S.Koppelkamm u. G. Nest "Hotel Mittelmeer" Ausstellung im Haus der Kulturenmder Welt; Berlin 1996 1998 Übergabe der gemeinnützigen Gesellschaft an Dr. G.Nest


Aktuelle Interviews & Sonstiges / Initiativen im DWB

Initiativen im Deutschen Werkbund Berlin als erster Vorsitzender 1988-1994 "Rudolf Virchow Krankenhaus" Etablierung einer Arbeitsgruppe zum Erhalt des Rudolf-Virchow-Krankenhauses, Kampagne in Kooperation mit Architektenkammer, BDA u. a.; Dokumentation "Gestapo-Gelände" Initiativgruppe zum zukünftigen Umgang mit dem so genannten "Gestapo-Gelände", Initiierung eines Forschungsprojektes über die Akademie der Künste zur Frage der Einbeziehung der Bewohner der neu gebauten angrenzenden Wohnbebauung "Nahverkehr in Berlin" Moderation einer Podiumsdiskussion im Bauhausarchiv, als Ergebnis Einrichtung einer Arbeitsgruppe für eine integrierte Stadtentwicklung in Zusammenarbeit mit AIV, Architektenkammer, Institut für Bautechnik, SRL "Das Schlimmste verhüten" Vorbereitung und Durchführung einer Ausstellung "Baukritik muß sein" zusammen mit A. Günter, G. Kühne und Prof. L. Thürmer, mit Unterstützung des BDA und der Architektenkammer "Der europäische Binnenmarkt Vorbereitung und Durchführung einer öffentlichen 1992 - ein kulturelles Projekt" Podiumsdiskussion in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Berlin "Neugier auf Stadt" in Zusammenarbeit mit S.T.E.R.N. und SRL Vorbereitung und Durchführung von Führungen für Architekten und Stadtplaner aus der DDR zu ausgewählten Themen der Stadtentwicklung in Berlin (West) (Stadterneuerung, Nachbesserung von Großsiedlungen und die Zukunft der S-Bahnringes) "Perspektiven durch Verbindungen" Neue Aufgaben für die Stadtentwicklung von Berlin (Ost + West) 1990 in Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule BerlinVeranstaltungen; Ausstellung an verschiedenen Orten, diente zur Vorbereitung des Stadtforum Berlin "Plant Berlin" in Zusammenarbeit mit den Evangelischen Akademien Berlin Ost + West, öffentliche Veranstaltung zur Gründung eines Stadtentwicklungsforums Berlin (Sept. 90) Beratung des Berliner Senats bei der Gründung des Stadtforums Berlin Veröffentlichung einer Zwischenbilanz mit K. Duntze, R. Frank, B. Flierl, H.-W. Hämer, v. Kohlbrenner, Chr. Tietze "Perspektiven für Rüdersdorf" interdisziplinäres Symposium "Entwicklung und Zukunft Vorbereitung und Moderation einer öffentlichen von Großsiedlungen" Diskussionsveranstaltung im Wissenschaftszentrum mit Fallbeispielen aus Holland, Polen und Berlin "Die Zukunft des Palast der Republik" Vorbereitung und Moderation einer öffentlichen Diskussion in der TUB, Folgeveranstaltung im Deutschen Historischen Museum "Wie kann Rügen geschützt werden" Vorbereitung und Moderation einer öffentlichen Diskussion im Martin-Gropius-Bau anschließend Werkbundtagung in Binz auf Rügen


Aktuelle Interviews & Sonstiges / Initiativen im BDA

Aktivitäten Im BDA (Bund Deutscher Architekten) Berlin als 1. Vorsitzender 1999-2001 Organisation und Moderation verschiedener öffentlicher Veranstaltungen zu den Themen: - Zukunft Marzahn - Stadtgestalt Berlin - Fassadengestaltung und Kunst am Bau - Initiative zum Aufbau eines interinstitutionellen und interdisziplinären Netzwerkes zur Entwicklung eines 'Kompetenzzentrum Stadt- und Bauentwicklung Berlin' Mitwirkung bei der Weiterentwicklung der Verleihung des Architekturpreises BDA Berlin zu einem gesellschaftlich bedeutsamen Ereignis